Dinge, die ich mit 26 zu tun gedenke.

Bunte Blätter im Herbst

– Mehr Musik hören. So mit Vorsatz und nicht nur auf dem iPod beim Bahnfahren.
– Eine Sprache lernen. Zumindest ein bisschen.
– Einen Klassiker der Weltliteratur lesen.
– Mehr raus gehen. Also in die Natur, nicht in die Disco. Ich bin zu alt für Discos.
– Mehr Fotos machen. Und die Fotos auf meiner Festplatte sortieren. Endlich mal.
– Neben Häkeln eine zweite Handarbeit lernen. Ganz bestimmt nicht Stricken. Ich kann nicht Stricken.
– Lernen, wie man Mayo selber macht. Ketchup kann ich schon, Pommes auch.
– (Wieder) Lernen, wie man auf zwei Fingern pfeift. Ein Jammer, dass ich das jemals verlernt habe.
– Reich werden. Ich mein, versuchen kann man es ja mal. Lotto scheint mir eine gute Möglichkeit zu sein.

Und natürlich gelobe ich, wie jedes Jahr, nun endlich vernünftiger zu werden. Dieses Jahr klappt es. Ganz bestimmt.

PS: Einige warten noch auf Post von mir. Ich habe euch nicht vergessen, hab nur grade einen kleinen Hänger (lies: fiese Verrotzung). Ich bitte um Geduld. Danke!

Sechsundfuckinzwanzig.

Bunter Wildblumen-Strauss

Letzte Woche bin ich sechsundzwanzig geworden. Davon musste ich mich erstmal ein paar Tage erholen.
Nein, nein, mit dem Älterwerden habe ich bisher keine Probleme, auch wenn ich den Dreißigern jetzt doch deutlich näher bin als meinen Teenager-Jahren. Aber ich bin nun mal auch nicht mehr die Jüngste.
Um ehrlich zu sein, bin ich das nie gewesen.
Als ich sechs war sagte mein Papa, ich würde reden wie eine Sechzigjährige. Meine wilde Party-Zeit war kurz und auch eher nur so mittelheftig.
Ich mag es schon immer gemütlich, einen heißen Tee und ein Deckchen über die Knie. Die Feste, die ich gebe, arten grundsätzlich höchstens in bequeme Fressorgien aus, die spätestens um zehn rum sind, damit man zeitig ins Bett kommt. Wenn wir ganz wild drauf sind, gucken wir spät nachts noch einen Film. Bis eins. Mit der Kuscheldecke auf dem Sofa.
Gehe ich mal aus, gehe ich essen. Oder ins Kino. Vielleicht mal ein Bierchen trinken. Eins! Ich gehe nicht in die Disco, ich gehe auf Konzerte, nie auf die Aftershowparty.
Ich bin gerne zuhause, gerne auf dem Sofa, gerne im Bett. Wenn ich Bewegung will gehe ich Spazieren, manchmal wandern, längst nicht mehr zum Skaten.
Und in letzter Zeit stelle ich fest, dass ich noch viel ältlicher werde. Ich fange an, Käse zu mögen. Ich backe Apfelkuchen und habe den festen Vorsatz, Weihnachten einen Braten, wenigstens aber einen Schinken auf den Tisch zu zaubern. Ich finde gedeckte Farben langsam besser als Neon und habe mich letztens dabei ertappt, wie ich schöne Sachen bei H&M nicht gekauft habe, weil mir die Qualität zu schlecht war.
Wenn es nach mir ginge, dann könnte ich gerne jetzt schon in Rente gehen und den ganzen Tag Häkeln, Kekse backen und mit den Enkeln spielen. Nix da, ewige Jugend! Ich will alt werden, und zwar so richtig!
Jetzt bin ich aber erstmal sechsundzwanzig. Und was ich noch so vorhabe auf dem Weg zur Siebenundzwanzig, das erzähle ich Euch beim nächsten Mal.
Es klappert mit dem Gebiss, Ellen

P.S.: Ich mag zwar alt sein, aber ich habe keineswegs vergessen, dass ich Euch Geschenke versprochen habe! Und weil ich grade so gute Laune habe bekommen alle, die mitgemacht haben, eine kleine Überraschung von mir. Jaja, so bin ich zu Euch…
Also: Heidi, Tina, Juli, ideenkind, Michaela, AJH und CupcakeQueen, aufegpasst! Schickt mir eine Mail mit eurer Adresse und gebt mir ein wenig Zeit (zum einen wegen alt und so, zum anderen gibt’s nix von der Stange) dann könnt ihr Euch demnächst über Post freuen!

Singin‘ Sweet Home Alabama all Summer long.

Vögel über dem Halterner Stausee.

Am Baum vor meinem Fenster reifen schon die ersten Kastanien. Zeit also für einen kurzen Rückblick auf den Sommer, bevor die Blätter zu fallen beginnen. Obwohl: Wenn wir aus dem Wetter der letzten Monate irgendwelche Rückschlüsse auf den Rest des Jahres schließen können, dann erwarten uns wohl heiße Weihnachten…
Zurück zu dem, was sich Sommer schimpft:

Ellen und Sandy im See.

Trotz widrigster Umstände habe ich beinahe alle meine liebsten Sommer-Unternehmungen unternehmen können:

Picknicken im Park + Grillen + noch mehr Grillen + Grillen an der Ruhr + Spazieren gehen + mit nassen Haaren rausgehen + im See schwimmen gehen + Tretbootfahren + im Biergarten sitzen + Abkühlung im Museum gesucht + tolle Menschen kennen gelernt + in der Sonne gesessen und gelesen + Eis gegessen + mir einen Sonnenbrand geholt

Das einzige Manko: Es war von allem zu wenig. ZU WENIG SOMMER!!!

Garten mit Gartenhaus.

Und nun reifen die Kastanien, in den Läden hängen schon die Herbstkollektionen, die Supermärkte bieten den ersten Spekulatius an und will man Abends noch raus braucht man schon wieder einen Pullover, weil es sonst zu frisch wird. Es ist Ende August und mit dem September kommt auch der Spätsommer.
Zum Glück ist meine Liebste Jahreszeit immer die, die als nächstes kommt. Darum freue ich mich bereits auf den Herbst und alles, was er so mitbringt:

bunte Blätter + Spaziergänge + Kuscheljacken + Kuschelsocken + Stiefel + Tweed + Suppe + Kürbissuppe + Kartoffelsuppe + heißer Tee + Kuscheldecken + Zeit für gute Bücher + Stockbrot + Halloween + eine neue Football-Saison (Geaux Saints!) + noch mehr Suppe

Ich hab bestimmt noch eine ganze Menge vergessen. Auf was freut ihr euch, wenn demnächst der Sommer rum ist und der Herbst anbricht? Sonnige Rest-Sommer-Grüße, Ellen

Zwischen Vor und Nichts und Hinterher.

So. Soooooooo. Die Kategorien wurden gestutzt, das Link-Beet wird jetzt geharkt und das neue Template, eine hauseigene Züchtung, wartet auf die Freischaltung.
Und weil im Hause Huckleberry grade schon mal so fleißig renoviert wird steht fürs kommende Wochenende ein straffes Wohnungs-Spachtel-und-Streich-Programm auf dem Plan. Aber zuerst wird morgen unsere Badezimmerwand auseinander genommen. Nasse Flecken auf der Tapete bedeuten selten etwas Gutes.
Habt ihr auch was Großes vor für’s Wochenende? Macht mich neidisch!
XXX Ellie.

Willie Nelson only smokes killer Weed.

Füße in grünen Gartenschuhen

Ich wünschte, es gäbe gute Gründe für die Grabesstille, die einem hier in letzter Zeit entgegen schlägt. Aber weder das pralle Leben noch der zickige Sommer halten mich momentan vom Bloggen ab.
Ich nehme grade etwas Abstand von A Huckleberry Bunch.
Ende letzten Jahres habe ich einfach aus dem Bauch heraus angefangen und bisher ist mein kleiner Blog wild und planlos vor sich hin gewachsen. Ich habe mich hier ausprobiert, mich an den verschiedensten Dingen versucht und immer auch ein wenig nach meiner ‚Stimme‘ gesucht.
Nun sehe ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, weiß nicht, wo lang es jetzt weiter geht.
Ich trete also einen Schritt zurück, oder auch zwei, sehe mir den ganzen Wildwuchs an und komme zu dem Schluss, dass die Heckenschere ran muss. Der Rasenmäher. Die große Sense.
Ich muss das ganze virtuelle Unkraut jäten, die Sträucher beschneiden, mich von den Pflanzen trennen, die keine Wurzeln schlagen, und die verwelkten Blumen ausrupfen. So lange, bis hier wieder Platz ist, dass was wachsen kann.

Ellen im Garten

Den Aufmerksamen unter euch wird aufgefallen sein, dass ich das Bloggen auf Englisch schon wieder aufgegeben habe. Furchtbar gerne würde ich mit meinem kleinen Blog Menschen jenseits aller geografischen und sprachlichen Grenzen erreichen, jedoch fühlt sich das Schreiben in einer Fremdsprache krampfig und unnatürlich an.
Auf dem Weg zu einem harmonischen Huckleberry-Garten ist das also der erste Strauch, der auf den Kompost wandert.

Ellen.

Alles…

…neu macht der Mai!

Oder so ungefähr.
Ich habe den freien Tag heute genutzt und ein wenig mal so richtig dolle meinen Kleiderschrank entrümpelt. Da sind einfach zu viele Sachen drin, die ich schon längst nicht mehr trage…

Bluse mit Schmetterlingen

…von denen aber einige zum Wegwerfen zu schade sind.

Blaues Top mit Raffung

Neben zwei großen Säcken, die in die Altkleider-Box wandern, sind heute also auch einige Klamotten in der „Flohmarkt“-Kiste gelandet.

Rote Leinen Jacke

Mit „Flohmarkt“ meine ich „Kleiderkreisel“

Rot karierte Hose

Da habe ich schon länger einen Account, der seit einiger Zeit vor sich hin vegetiert.

Rotes Tuch mit Bommeln

Den habe ich heute ein wenig abgestaubt und nun findet ihr HIER einen ersten, überschaubaren Schwung an netten Schätzchen aus meinem Kleiderschrank. Vielleicht wird ja die eine oder andere fündig. Der Erlös wandert übrigens vollständig in meine Shopping-Sparbüchse 😉

So, ich bin im Ausmist-Wahn und gucke mal, was hier noch so vor sich hinstaubt. Ihr wisst ja: Besitz belastet! Ellie

Tabula Rasa.

Alles raus. Alles neu.
Alles abreißen und von vorne anfangen. Alte Zöpfe abschneiden. Tüchtig abstauben und ordentlich durchlüften.
Alles raus. Alles neu.
Wenn das mal so einfach wäre.

Schwupps. Da war ich mal kurz etwas länger von der Bildfläche verschwunden. Uni hat angefangen, Arbeit läuft auch.
Aber jetzt mal ganz ehrlich: daran lags garnicht.
Ich hatte das Internet einfach total über. Statt andauernd erreichbar und informiert zu sein, fand ich es ganz schön, ein bisschen meine Ruhe zu haben. Nicht immer reden, reden, reden. Sondern mal machen. Oder auch: mal nix machen.

Blauer Himmel

Rausgehen und das erste Frühlingswetter genießen. Mit echten Menschen, zum Anfassen. Nicht zum Klicken.

Fenster und Kerzen

Das eklige Mistwetter der letzten Zeit nicht blöd finden. Sondern mal gepflegt rumgammeln. Filme gucken. Musik hören. Beim Plattendealer auf dem Flohmarkt Regenrabatt abstauben.

Und jetzt bin ich wieder da. Mit neuen Ideen und neuer Lust am Bloggen und Netzwerken und überhaupt.
Mit der Lust auf Neues. Einmal tabula rasa.
Ich will alles abreissen. Alles rausschmeissen. Besitz belastet, sagt meine Mama immer. Und: Alles neu macht der Mai.
Also macht euch drauf gefasst, dass es hier langsam, ganz langsam aber sicher wieder losgeht. Und dass sich vielleicht, ganz vielleicht einiges ändern wird.
Ich freu mich drauf. Ellie

Im Westen nichts Neues

Long time no see, hm? Gab aber auch lange nichts zu erzählen. Außer vielleicht, dass meine neue Arbeit bisher ziemlich toll ist. Und ich kann ganz offiziell verkünden: NIEMAND ist so gut wie ich darin, sich ums Putzen zu drücken. Aber ansonsten? Tote Hose. Langeweile. Nichts. Hier passiert nichts, aber auch gaaaaaarnichts.
Ist ein wenig öde, wenn so garnichts besonderes von statten geht, aber da kommt man wenigsten dazu, sich ausgiebig zu freuen. Also auf das, was mal passieren wird.
Da wäre zunächst mal das Wetter. Bei dem ganzen Grau kann man ja garnicht mehr anders, als sich auf das hier zu freuen:

Blauer Himmel und Grüne Bäume

Blauer Himmel! Grüne Bäume! Nachmittage im Park und überhaupt: Draußen.
Von mir aus kann’s losgehen mit dem guten Wetter.
Und dann kommt auch bald das, was ich einen Gottesbeweis nenne. Die Erdbeersaison.

Erdbeeren und Joghurt

Erdbeeren und Joghurt. Erdbeeren und Eis. Erdbeeren und Sahne. Erdbeershake. Erdbeeren mit Erdbeeren. Liebe.

Aber bevor es so weit ist, gibt es noch ein anderes Highlight, das nicht immer unbedingt mit strahlendem Sonnenschein und manchmal nichtmal mit gutem Geschmack punktet, aber immer, immer, IMMER einen Besuch wert ist.

Lit. Cologne Tickets

Die Lit. Cologne! (Na los, bestaunt meine olle Eintrittskartensammlung!)
Die Lit. Cologne ist ein ziemlich patentes Literaturfestival in Kölle und kann seit einigen Jahren fest mit meinem Erscheinen rechnen. Als alte Krimi-Mimi freue ich mich natürlich immer wie Bolle auf tolle Krimi-Autoren. Aber Themenabende etwa zu Musik und Literatur oder, und das war wirklich irre toll, zum Ruhrpott sind ganz genau so spannend wie Lesungen von Val McDermid, Ian Rankin, Jeffery Deaver und Mo Hayder. Und wen sowas interessiert, der findet auf dieser Seite genauere Infos und das aktuelle Programm.

Und ansonsten freue ich mich momentan auch immer auf’s Einkaufen. Von „Deutschland rundet auf“ hat mittlerweile bestimmt jeder was mitbekommen. Ich war selten so überzeugt von einer Spendenaktion und lasse nun immer ein paar Cent mehr an der Supermarktkasse. Wie steht Ihr dazu? Macht ihr auch mit? In diesem Sinne, „Aufrunden, bitte!“ sagt Ellie.

Courage.

Morgen ist mein letzter Arbeitstag als ‚Azubi‘. Und während es eine riesen Erleichterung ist zu wissen, dass ich diese Sache endlich (nach einem knappen halben Jahr…) hinter mir habe, habe ich plötzlich doch richtig Schiss vor meiner eigenen Courage.
Eine Ausbildung hinschmeißen ist kein Pappenstiel. Langsam kommt die Sorge doch durch. Ob mich noch irgendwer einstellt? Mit 25 und ohne abgeschlossene Ausbildung? Ob wir im März noch die Miete bezahlen können? Ob ich jemals eine Arbeit finde, die mich glücklich macht?
Grade hatte ich einen mittleren Zusammenbruch, nachdem mir klar (gemacht…) wurde, dass die nächste Zeit kein Zuckerschlecken ist. Vor lauter Euphorie, was Neues anzufangen und etwas ungeliebtes hinter mir zu lassen, habe ich all die Tücken solcher Sprunghaftigkeit erfolgreich vergessen. Oh man.
Was macht ihr, wenn euch die Realität mal wieder voll erwischt? Wenn ihr merkt, dass eure Träumereien ein bisschen fehl am Platz sind, wenn sie euch daran hindern weiter zu kommen? Wenn ihr auf einmal an Entscheidungen zweifelt?
Oder bin ich die Einzige, der das passiert?
Habt ihr euch noch nie vor eurem eigenen Mut erschreckt?
Ziemlich sicher werde ich meinen Platz früher oder später finden. Meine Welt wird nicht untergehen und wir werden weder verhungern noch obdachlos sein. Aber bis dahin muss ich mich vielleicht ein klein wenig zusammen reißen und das Tagträumen sein lassen. Die kleinen Träumchen und Illusionen fahren lassen für das große Granze, sozusagen.
Jetzt brauche ich aber erstmal Schokolade und einen guten Film, bevor ich mich wieder aufsammel und weitermache. Mit Courage. xoxo. Ellie

Zwischen den Jahren

Ich hänge fest. „Zwischen den Jahren“ hat für mich nicht wie erwartet mit Silvester aufgehört. Trotz traditionellem Raclette und mächtigem Geböller am letzten Wochenende habe ich den Sprung ins neue Jahr noch nicht geschafft. Habe eben erst den neuen Kalender aufgehangen. Der letzte zeigte noch Oktober an…

Ich bin so frei und erkläre den ganzen Januar zu meinem persönlichen Jahreswechsel!

Gegen tägliches Feuerwerk hätte ich nichts einzuwenden.
Aber vorallem: Ich habe Zeit, das alte Jahr abzuschließen und den Boden für Neues zu bereiten.
Darum schreibe ich grade tüchtig Listen.
Die Wohnung schreit nach einem Frühjahrsputz, Teile unserer Einrichtung müssten langsam mal ersetzt werden und umräumen könnte ich auch mal wieder.
Was aber noch wichtiger ist: In knapp zwei Wochen fängt mein Urlaub an, ab Februar bin ich dann arbeitslos. Das heißt: Ab Februar bin ich hoffentlich nicht arbeitslos, weil ich mir einen Job suche.
Die Bewerbungen an die Uni sind raus. Aber welches Fach es nachher wird? Steht in den Sternen. Und in den Zu- und Absagen, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.
Und um ehrlich zu sein: Ich selber brauche dringend eine Generalüberholung. Vielleicht eine neue Haarfarbe, einen besser sortierten (besser ausgestatteten) Kleiderschrank… Was neues muss her. Dann bin ich auch gewappnet für 2012 und kann voll durchstarten. Ab Februar eben.
Hängt ihr auch noch zwischen den Jahren? Oder seid ihr schon voll drin, in 2012? xoxo. Ellie