Verdruss.

Boah, watt ne Woche.
Dank Feiertag schön kurz, dafür aber umso heftiger.
Mittwoch war ein übelster Misttag. Arbeits-E-mail kaputt. Jede Bahn in der ich saß hatte dicke Verspätung. Stressige Mittagspause. Saulangweilige Vorlesung. Beim Aikido das linke Knie am dicken Zeh der Freundin verdötscht. Den Flammkuchen verbrennen lassen (Das Beweisfoto gab’s bei Instagram. lucretiamacevil heiß ich da).
Da machte sich Verdruss breit.
Der Donnerstag war unaufällig bis lahm. Der Freitag fing mit Ohne-Jacke-raus-Wetter super an. Dann musste ich zur Uni.
Wann ist aus ‚Universität‘ eigentlich ‚Grundschule‘ geworden? Dass ein Erziehungswissenschafts-Studium ein wenig heiti-teiti ist, war mir klar. Aber endlose Gruppenarbeit? Hausaufgaben? Ein Dozentin, die rumgeht und kontrolliert, ob man auch alles richtig macht? Uff. Verdruss, Verdruss, Verdruss.
Gestern bin ich dann ausser zum Joggen zu garnichts gekommen. Matsch-Tag.
Dafür habe ich dann heute, am heiligen Sonntag, noch 3 Stunden arbeiten dürfen. Der geplante Kino-Besuch heute Abend fällt nach einem Blick auf die Preise ins Wasser. 10,50 Euronen Eintritt pro Nase? Näh. Da müssen die Avengers noch bis zum Kino-Dienstag auf uns warten. Da ist für nen Zehner neben Eintritt auch noch Popcorn drin.
Nun will ich meinen Kleider-Kreisel-Kleiderschrank auffüllen und die Seite hängt. Verdruss.
Ein Lichtblick ist das geplante Blogowski-Treffen nächsten Freitag. Blogowski? Das ist eine spontane Anhäufung Ruhrpottscher-Blog-Damen, initiiert durch die berühmt-berüchtigte Juli von HeimatPOTTential.
Ihr bloggt auch und sitzt mit eurem Pobbes im Ruhrpott? Dann gebt Laut!
Es grüßt verdrießlich und hoffnungsvoll auf die neue Woche blickend
Mecker-Ellen

Neulich.

Neulich erst hat sich so einiges getan. Hier ein Best-Of aus den letzten Wochen:

Ende März war ich, wie angekündigt auf der Lit.Cologne. Ohne Kamera. Und sowieso mehr am Gucken und Zuhören als am Knipsen interessiert. Wärt ihr bestimmt auch. Einfach hingehen. Lohnt. Also: Im nächsten Jahr seh ich euch da, okeh?

Bild Hase und Dino

Die Uni hat angefangen. Germanistik und Erziehungswissenschaft. NICHT auf Lehramt. Damit bin ich in Bochum wohl ein ziemlicher Exot. Trotzdem haben sich unter den unzähligen angehenden Lehrern ein paar super tolle Mädels gefunden 😉
Sowie Carmen, mit der ich eine furchtbar schnarchige Mediävistik-Vorlesung spontan in eine Malstunde verwandelt habe. Oben das Ergebnis: Techno-bunter Drogenhase von Carmen, leicht fehlgebildeter Dino von mir.

Starbucks Kaffe

Instagram gibt es seit kurzer Zeit endlich auch für meinen kleenen Androiden. Soll heißen: Seit genauso kurzer Zeit findet ihr mich als lucretiamacevil endlich auch bei Instagram. Da seht ihr dann Fotos von meinen Füßen. In Schuhen. Und Essen. Und ab und zu auch mal nen Kaffee. Den trinke ich auf den Kaffee-Dates, die mein Batman-Double und ich uns in letzter Zeit öfter gönnen. Quality-Time und so. Ist nur zu empfehlen. Also Dates haben. Und Instagram.

Schal haekeln vor Toshiba TV

Wir haben einen neuen Fernseher. Und ich finds geil. Die alte Röhre war heiß geliebt, hat aber spätestens beim Zocken ihr Alter deutlich spüren lassen. Nun sind wir hier total HD. Geil.
Nebenbei habe ich auch das nächste Häkelprojekt in Angriff genommen. Ein Loopschal. Was sonst. Diesmal in fröhlichem Grau. Gehäkelt wird mit freundlicher Unterstützung des neuen Fernsehers. In HD.

Maigesellschaft Bochum Blau Weiß und Zitroneneis

Heute Nachmittag erst haben wir uns den Bochumer Maiumzug angeguckt. Das ist ein bisschen wie Karneval, nur dass man statt „Alaaf!“ (nix Helau) und „Kamelle“ hier immer wieder „Blau Weiß“ ruft, weil so nunmal die Maiabendgesellschft heißt und, klar, auch aussieht. Da hab ich dann schnieke Fähnchen zum Schwenken und Jubeln bekommen. Fand ich toll. Und Mr. Inkognito hat mir ne Kugel Zitroneneis ausgegeben. Im Kinderhörnchen. Weil Kinderhörnchen einfach leckerer ist.

Designgipfel Dortmund Heimatpottential Helden

Ebenfalls heute haben wir uns auf den überraschend kurzen Weg zum Designgipfel im Dortmunder Depot gemacht. Da steht an diesem Wochenende nämlich die Juli von heimatPOTTential mit ihren Helden und wartet auf nette Kunden.
Von der Juli hab ich euch hier schonmal erzählt. An einem Freitag im April haben wir uns dann zu einem Quasi-Blind-Date getroffen (Juli ihren Bericht findet ihr hier), einander für gut befunden und spontan Pott-Blogg-Freundschaft geschlossen.
Und nur, weil die Juli wirklich ne ganz treffenswerte Person ist, lohnte sich der kurze Abstecher zum Designgipfel heute überhaupt. Ansonsten war das ganze eher unnötig. Für 3 Euronen Eintritt gibts dann eine sehr überschaubare Versammlung an mehr oder weniger hippen Ständen in zugegeben ganz netter Location. Bei dem einen oder anderen Design-Ständchen hab ich ganz gern kurz gestöbert, aber so wirklich zum Kaufen war für mich nix dabei. Nur bei, klaro, der Juli hab ich mir einen Jutebeutel mit meinem Lieblings-Helden-Motiv aus ihrer Reihe bestellt.
Also: Wenn ihr für Sonntag noch garnix vorhabt, 3 Ocken verschmerzen könnt und nix gegen ein bisschen Hipstertum habt, dann begebt euch doch einfach nach Dortmund und sagt der Juli mal Hallo. Lohnt. Trotzdem.

Ich freue mich jetzt dank Hitchcock-Wochenende auf TNT Film noch ein bisschen über die neue Flimmerkiste, bevor ich gleich nach einem langen Tag endlich ins Bett falle.
Wer von euch hat sich eigentlich Montag frei genommen und kommt wie ich in den Genuss eines extra-super-duper langen Wochenendes? Vier Tage frei. Yay! Ellie

Davon, wie es ist mit 25 nochmal eine Ausbildung anzufangen. (Und sie wieder abzubrechen.)

Ich weiß nicht, was mehr Mut braucht. Mit 25 die Uni schmeißen und nochmal als Azubi anheuern? Oder nach 5 Monaten die Ausbildung abbrechen und ohne genaue Vorstellung von Zukunft da stehen?
Für beides muss man wohl Arsch in der Hose oder eine Schraube locker haben.
Nachdem ich diverse Semester erfolgreich mein Studium vernachlässigt habe und Erfahrung höchsten in den stumpfsinnigsten Studentenjobs (Marktforschung olé!) gesammelt habe war der Zeitpunkt gekommen den Tatsachen ins Auge zu sehen: Uni ist kein französischer Autorenfilm. Und auch keine amerikanische Fernsehserie. Uni ist kein Spaß und Uni dauert lange, wenn man es nicht richtig macht. Zu lange.
Deshalb habe ich gegen Ende des letzten Frühjahrs beschlossen, dem ganzen ein Ende zu bereiten und es mit harter, ehrlicher Arbeit zu versuchen. Eine Ausbildung schien der bessere Weg zu sein.
Da die wenigen Scheine, die ich absolviert habe, mich als Studentin der Literaturwissenschaft auswiesen, lag der Beruf der Buchhändlerin irgendwie nah. Ich liebe Bücher, lese gerne, schnell und viel und hab einige Erfahrung im Verkauf.
Und tatsächlich: Nach nur wenigen Bewerbungen, einem Tag Probearbeiten und einem kurzen Praktikum hatte ich den Vertrag in der Tasche.
Sechs Wochen Urlaub im Jahr, Berufsschule lässt sich per Fernlehrgang erledigen und die Ausbildungszeit lässt sich auf 2 Jahre verkürzen. Klang in meinen Ohren ziemlich gut.
Die ersten Wochen waren toll. Man hat mir direkt viel Verantwortung übertragen, ich bekam schnell eine eigene Abteilung, durfte Bestellungen machen, eigene Veranstaltungen ausrichten. Sogar die Kommunikation mit Autoren wie Ilija Trojanow hat man mir ganz überlassen. Wow.

Nur leider bin ich abolut unzufrieden mit meiner Wahl. Ich darf vieles tun und Ausprobieren, nur leider ohne Anleitung. Obwohl es anders angekündigt war habe ich während der Arbeit keine Möglichkeit, meine Schulaufgaben zu machen.
Freizeit ist ein mehr als knappes Gut, wenn man seine Ausbildung nach Feierabend im Alleingang vollzieht. Und wie es qualitativ um eine solche „Ausbildung“ steht kann man sich wohl denken. Ich hatte gehofft von guten Leuten zu lernen und nun lerne ich von mir selbst. Ich kann einiges, aber Buchhandel eben nicht. Und dabei wird es wohl auch bleiben.

Der Beruf „Buchhändler“ ist schön, aber nicht meine Leidenschaft. Viel näher an „Verkäufer“ als an „Buch“, als ich es mir je vorstellen konnte.
Ist es blöd eine Ausbildung abzubrechen? Auf jeden Fall. Fühlt man sich wie ein Versager, wenn man nichts zu Ende bringt? Definitiv. Soll ich deshalb etwas tun, das mich gelinde gesagt kreuzunglücklich macht? Ich denke nicht.
Deshalb ist dieses Abenteuer für mich schon zu Ende, bevor es richtig begonnen hat.
Das nächste wartet bestimmt. Und ich werde mich hüten, den nächsten Schnellschuss zu tun und dieses Mal gut überlegen, womit ich meinen Lebensunterhalt bis zur Rente bestreiten möchte.
Was ich aus der Sache lerne?
Überlege dir gut, was du anfängst.
Es lohnt sich, Dinge auszuprobieren bevor man Verträge unterschreibt.
Wenn du während der Probezeit ernste Zweifel bekommst kann es klüger sein zu kündigen.
Lass dir nicht alles gefallen.
Gib zu, wenn du falsche Entscheidungen getroffen hast. Und triff eine neue Entscheidung.
Manchmal wächst man an den Dingen, die man aufgibt. xoxo. Ellie