Hui, Spinne!

An jedem dritten Samstag ist vor dem Bochumer Rathaus Flohmarkt. So ein richtiger, mit Leuten die ihren alten Kram los werden wollen. Und nicht so einer, wo es an jeder Ecke nur Zeug gibt, das von LKWs gefallen ist.
Meine Mühlen malen langsam, weshalb ich euch mit einer satten Woche Verspätung heute meine Fundstücke unter die Nase reibe. Vorsicht: Arachnophobiker lesen besser ein anderes Mal weiter.

Aber zunächst ein Klassiker, der uns bei jedem guten Flohmarkt mit nach hause kommt:

Schallplatten von Ozzy Osbourne und Metallica

Schallplatten, diesmal von Ozzy Osbourne und Metallica.

Eigentlich suche ich auf Flohmärkten selten nach etwas ganz bestimmten, aber letzte Woche hatte ich mir in den Kopf gesetzt, unbedingt einen Setzkasten zu brauchen. Und ich wurde fündig:

Setzkasten mit Krims-Krams

Mein mit viel Liebe zusammengetragener Krims-Krams hat nun endlich ein Heim. Den Setzkasten will ich bei Gelegenheit noch dunkel lasieren. Oder kennt einer von euch noch eine andere Möglichkeit, Holz dunkler zu färben? Und wie sagt ihr überhaupt zu einem Setzkasten? Jedem, dem ich hier im Ruhrpott davon bisher erzählte, war das überhaupt kein Begriff, höchstens als Werkzeug zum Drucken. Im Rheinland hingegen, zumindest bei uns zuhause, wusste jeder, was ich meine.

Kommen wir nun zur Hauptattraktion, meinem neuen Lieblingsstück in unserer Wohnung:

Kreuzspinne Lehrmittel Poster

Ein Kreuzspinnen-Lehrmittel-Poster. Ich mein, wie geil ist das bitte?! Ich hab es über den halben Flohmarkt hinweg erspäht und musste es einfach haben. Ich war schon lange auf der Suche nach so einem Schulposter oder einer alten Landkarte. Jetzt habe ich eins, in schwarz, mit Spinne drauf. Perfekt.
(Nein, ich halte keine Vogelspinnen als Haustier und nein, ich möchte das auch nicht. Spinnen sind ein bisschen gruselig und genau deshalb mag ich das Bild so gerne.)

Hier die fertige Wohnzimmerwand inklusive Herbstdeko und selbstgepanschten Rorschachkunstwerken:

Wanddeko mit Spinnenbild, Rorschach, Blättern und Setzkasten

So. Ich freu mich schon auf den nächsten Flohmarkt. Und wenn einer von euch auch da sein sollte, dann zögert nicht, wie wild mit den Armen zu rudern und mir ein lautstarkes „Hallo!“ entgegen zu rufen. Ok?

Walk.

Weg im Stadtpark Bochum

Today I picked up my bookhou triangle day bag at the customs office. Instead of taking the tram back home I took a nice long walk. I came across our soccer stadium, a nice park and the mining museum.
It’s finally summer over here and I’m lucky to live in a multifaceted city like Bochum.
Ruhrpott is the place to be, I can tell ya.

Flutlich-Mast am Ruhrstadion in Bochum

Architektur des Bochumer Ruhrstadions

Bochumer Ruhrstadion Block A

Rote Bank im Stadtpark Bochum

Bergbau-Museum vom Schmechtingswiesental aus

Eingang zum Bergbau-Museum Bochum

Förderturm des Bergbau-Museums in Bochum

XXX

As you may have noticed, I have switched to English. I am fond of the language and it is a consistent step as I am trying to reach out to people all over the world. English is not my native language. If you find any mistakes feel free to keep them.

Ich möcht‘ so schrecklich gern ein Landkommunenhippie sein.

Wenn’s zum zweiten Frühstück eine überdurchschnittlich gute Currywurst gibt, dann weiß du: dat wird’n guten Tach.
Und so sollte es gestern dann auch kommen.

In den frühen Morgenstunden Zur frühen Mittachszeit fanden sich gestern einige Blogowskis in Essen Fulerum (sacht Anne) ein. Bei Mampf-Fred. Und während eine gute, pott-typische Bude mit genialer Namensgebung selbst schon eine Reise wert sein kann (wenn ihr in der Nähe seit, sagt Mampf-Fred doch mal ‚Hallo!‘), sind wir vorallem dem Aufruf der Schaschlikbrüder gefolgt, die direkt nebenan einen Stand aufgebaut hatten und ihre selbstgebraute Currysoße „Ruhrfeuer“ der begeisterten Menge zum Verzehr feilboten. Der Clou: Wir, als Vertreter der Presse sozusagen (und weil einige von uns ihren guten Ruf für ein kleines Werbefilmchen aufs Spiel setzten), bekamen die Wurst mit Soße für umme.
Currywurst für umme ist schon Grund zu großer Freude. Richtig gute Currywurst für umme ist quasi unschlagbar.
Ein Glas „Ruhrfeuer“-Soße gibts etwa im Schaschlikbrüder-Onlineshop schon für ein paar Kröten zum Wurst aufmotzen in den eigenen vier Wänden.

Ruhrfeuer CurrySoße

Von da aus gings über die Essener Margarethenhöhe (Juli hatte immensen Wohnneid. Ich auch.) nach Bochum ins Provinzcafe, wo momentan die Fotoausstellung „GREEN“ von Thorsten Schnorrbusch zu bewundern ist. Angucken lohnt sich. Noch viel mehr lohnt sich aber der grandiose Schokokuchen, den es da zu schnabulieren gibt. GRANDIOS. Mit Sahne dazu. Und zum Wässerchen wird ein Lollie gereicht. Mit Lollie kriegste mich ja. Ich bin also schwer begeistert und werde dem Provinzcafe demnächst sicherlich einen weiteren Besuch abstatten.

Schokokuchen und Lollie

Nach Currywurst und Schoko-Kuchen war ich mit dem Tagesverlauf schon ziemlich zufrieden und hätte nicht erwartet, dass Christi Himmelfahrt noch mehr Großartigkeiten für mich in Petto hat.
Weit gefehlt. Claudia lud Juli und mich ein, mit ihr ‚aufs Land‘ zu fahren.
Völlig ahnungslos folgten wir Claudias Wegbeschreibung ins Essener Hinterland und watt soll ich sagen?
Kinder, et is so schrecklich schön da!
Irgendwo hinter Velbert-Langenberg findet sich astreines Landidyll, mit rotwangingen Kindern, Kälbchen und Lämmchen, Hofkatzen und Hühnern. Menschen liegen im Gras, Eselchen hüpfen über eine Weide und es duftet nach Heu.

Zwei Esel auf der Weide

Ich weiß ich bin mit dieser Sehnsucht nicht allein:
Ich möcht‘ so schrecklich gern ein Landkommunenhippie sein.

So heißt es in einem Lied von Joint Venture und so singe ich es seit gestern ununterbrochen.
Ich fand das Ruhrgebiet vorher schon immens gut. Nun bin ich vollends überzeugt: Warum Berlin, wenn du in Bochum leben kannst? Wer braucht den Big Apple, wo es doch den Ruhrpott gibt?
Um es mit dem Herbert seinen Worten zu singen:

Wer wohnt schon in Düsseldorf?

Nein, ich bleib hier. Hier schmiegen sich Metropolen und Paradiese mit’m Popo aneinander. Hier findet man Perlen wie Sand am Meer. Hier passiert sowas wie Blogowski ganz mühelos.
Ich bin zufrieden. Naja, fast. Mir fehlt noch mein Bauernhof, gleich ums Eck von Zechen und Großstadtlärm.

Ich möchte leben wo man Hunde noch Che oder Mao nennt.
Ellen

Blogowski. Oder: Vernetzt euch!

Blogowski

Wow, war das ein Abend gestern. Der erste Blogowski war ein voller Erfolg.
Ein ganzer Haufen bloggender Damen aus dem Ruhrpott hat sich im Essener ‚Le Chat Noir‘ eingefunden (das ich an dieser Stelle übrigens wärmstens empfehle). Das war laut, spannend, aufregend, lustig und ein klein bisschen anstrengend. Schließlich wollte man sich am liebsten mit allen unterhalten. Gleichzeitig.
Und obwohl ich es leider nicht geschafft hab, mich mit allen Mädels ausführlich auszutauschen, habe ich doch eine Sache ganz eindeutig feststellen können:
Networking ist ‚ne feine Sache.
Sich mit anderen Bloggerinnen über Gott und die Welt auszutauschen, mit Gleich- oder zumindest Ähnlichgesinnten über Technik zu fachsimpeln, die Geschichten und Erfahrungen von alten Hasen und jungen Dingern zu hören – das ist klasse. Das motiviert, das ist richtig interessant.
Und während es sich zwischen all diesen 13-jährigen „Fashion-Blogger“- Mädchen manchmal so anfühlen kann, als wäre man allein auf weiter Flur, rief mir der gestrige Abend in Erinnerung, worum es beim Bloggen auch gehen kann, wenn nicht ums Gutscheine abstauben, gratis Produktproben bekommen und Cool-Sein:
Um das Miteinander und Untereinander, das Netzwerken.
Einfach mal die Hand ausstrecken, sich gegenseitig unterstützen. Von der Tastatur weg auch mal gemeinsam an einem Tisch sitzen, statt der Maus ein Glas Wein in der Hand. Ideen spinnen, Meinungen austauschen und sein Wissen teilen.
In diesem Sinne: Vernetzt euch! Ellen

p.s.: Wo wir schonmal beim Netzwerken sind: An diesem Wochenende werde ich mir endlich mal die Zeit nehmen und meine Lieblingsblogs per Blogroll mit euch allen teilen. Da finden sich dann auch alle Blogowskis, versprochen!

Hals über Kopf

Ich hab mich ein bisschen verliebt. So ganz Hals über Kopf ein bisschen.
Ich fang aber besser mal von vorne an. Von ganz vorne.

Es ist jetzt schon das ein oder andere Jahr her, dass ich mich bei der Wahl meines Studienplatzes gegen München und für Bochum entschieden habe. Im Ruhrgebiet war ich zwar vorher nie gewesen, aber der Pott war mir sympathisch. München… nicht.
Drum bin ich dann frohen Mutes und ohne große Erwartungen mit Sack und Pack nach Bochum-Gerthe gezogen und stellte zufrieden fest, dass nur die guten Vorurteile stimmen. Grau, stinkig, asi? Nee, nee. Grün, kreativ und angenehm schnodderig. Hier sind alle einfach mal auf dem Boden geblieben. Ehrliche Häute, die nicht viele unnütze Worte machen.
Okeh, manchmal vielleicht ein bisschen… prolo?
„Schanntall, tu ma Ballpumpe du Arsch!“ war das erste, was ich an meinem ersten Morgen im Ruhrgebiet zu Ohren bekam.
Aber ganz ehrlich? Fand ich toll.
Ich bin von Anfang an Fan. Fan vom Ruhrpott. Von den Menschen. Von der Sprache. Von der Gegend.
Tja, ich bin zwar Fan und so langsam seh ich mich auch als Einheimische, aber Fachmann bin ich noch lange nicht. Um’s genau zu sagen: Ich hab in sechs Jahren nicht sonderlich viel gesehen.

Und da kommt meine neue kleine Liebe ins Spiel (Keine Angst, Ehemann incognito, du bist und bleibst die Nummer eins. Du und Pommes.).
Bei Pinterest ist sie mir über den Weg gelaufen. Und nein, ich rede nicht von dieser Tasche. Die liebe ich auch ein bisschen aus der Ferne und hoffe auf einen freigiebigen Wohltäter (WINK!).
Nein, ich rede von Juli und ihrem heimatPOTTential.
Seit zwei Tagen kann ich schon nicht mehr aufhören ihren Blog zu lesen. Wirklich, ich komm hier zu nix mehr. Oder ehrliche gesagt: zu noch weniger.
Und die ganze Zeit denke ich: DA muss ich mal hin! DAS ist ja bei mir um’s Eck, warum kenn ich das noch nicht?! DAS muss ich ganz doll mal ausprobieren!
Und wie sie schreibt! Astreine Ruhrpottschnauze. Ganz unverfälscht fließt da die Mundart durchs Internet und ich bin schwerstens erheitert.
UND die Juli ist ne ganz Potente. So menschlich. Sie hat Katzen und ein Leben voller He-Mans und überhaupt.

Was ich eigentlich nur sagen will: Rüberklicken. Lesen. Freuen.
Das gilt auch für alle Nicht-Pott-Bewohner. Damit ihr mal seht, wie das hier so wirklich läuft. So ganz in echt. Oder wie mein Batman-Mann gerne sagt: „Bisschen asi, immer Ruhrpott – richtig asi, immer Berlin.“ Aber das nur am Rande.
So, und nun nix wie ab und das Ruhrgebiet von einer seiner unterhaltsamsten Seiten entdecken! Die Ellie