9 Crimes.

Die erste Hälfte von 2012 ist schon wieder rum und ich halte an meinem Vorsatz fest, in diesem Jahr 52 Bücher zu lesen. Mittlerweile bin ich bei Nummer 17 angekommen, und jeder, der im Matheunterricht ein wenig aufgepasst hat, merkt ganz fix, dass ich da noch einiges aufzuholen habe.
Mit dem Sommer (so er denn mal Sommer wird) kommt zum Glück ja auch die Zeit der Nachmittage im Park, an denen ausser Picknicken, Frisbee und lesen nicht viel passiert. Ich bin also zumindest was diesen Vorsatz angeht milde optimistisch was die mögliche Erfüllung anbelangt.
Hier ein kurzer Überblick über die letzten, kriminellen Besucher auf meinem Nachttisch:

Krimis Fitzek, Christie, Gerritsen, Hoffman, Robotham

Sebastian Fitzek, Der Augensammler: Joah. Ich werde in diesem Leben wohl wirklich kein Fitzek-Fan mehr. Zu wirsch, zu unglaubwürdig, zu konstruiert. Wer richtig heftigen, brutalen Krimi-Stoff aus Deutschland möchte versucht besser mal Theo Pointner. Das ist nichts für empfindliche Gemüter, also sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Jilliane Hoffman, Mädchenfänger: Nicht das erste Buch, dass ich von ihr gelesen habe. Untereinander ähneln sich ihre Geschichten irgendwie ziemlich, zumindest meinem Gefühl nach. Auch wenn ich nicht super vom Hocker gerissen bin von ihrem Stil, finde ich ihre Bücher so ‚für zwischendurch‘ völlig in Ordnung.

Tess Gerritsen, Totengrund: Die auf Vox ausgestrahlte Serie Rizzoli & Isles basiert auf ihren Büchern. Tolle Bücher, tolle Serie, tolle Autorin. Von letzterem konnte ich mich auf der diesjährigen lit.cologne überzeugen. Die Handlung von Totengrund ist zwar ein wenig… seltsam, aber gut geschrieben.

Michael Robotham, Todeskampf: Wenn ihr tolle, spannende Krimis lesen wollt, dann nehmt was von Michael Robotham! Er baut in seinen Büchern ein fesselndes Figuren-Universum auf und überrascht von Buch zu Buch immer mal wieder mit einem neuen Blickwinkel. Nebenfiguren aus älteren Geschichten werden plötzlich zu Hauptfiguren und werfen ein neues Licht auf vorangegangene Plots. Besonders die Figur des DI Ruiz hat es mir angetan, ein alternder Brummbär mit Zigeunerblut, herrlich anarchisch und dickköpfig. Lesen!

Agatha Christie, 4.50 from Paddington: Die Queen of Crime gehört in jedes gut sortierte Bücherregal. Basta.

Joah, und somit vertiefe ich mich dann mal wieder in meine Bücher – aktuell rolle ich die Plum-Reihe von Janet Evanovich von vorne auf. Macht Spass und geht fix 😉
Crime is Queen, Ellen

Die Nerven gekitzelt

Mit meinem Neuhjahrsvorsatz,52 Bücher in diesem Jahr zu lesen, bin ich mittlerweile arg im Rückstand.
Schuld ist der Mega-Klops von George R. R. Martin, mit dem ich immernoch nicht durch bin.
Da dieser Schinken aber zu schwer ist, um ihn unfallfrei in der Badewanne zu lesen, neige ich aktuell zum Zweitbuch: Dem Badewannen-Schmöker. Das ist vorzugsweise ein Taschenbuch. Kurzweilig soll es sein und fix zu lesen.
Zwei dieser Bade-Bücher hab ich schon durch und will euch meine Meinung dazu natürlich nicht vorenthalten:

Sebastian Fitzek Splitter und Michael Robotham Dein Wille geschehe

Den Michael Robotham kann ich sowieso nur empfehlen. Seine Psychothriller sind mords spannend und unaufdringlich miteinander verzahnt. „Dein Wille geschehe“ ist ganz schön nervenaufreibend. Spielt darin doch ein unheimlicher Fiesling mit menschlichen Urängsten. Das Ende kommt überraschend und das Happy End ist nicht ganz ungetrübt. So mag ich meine Bücher. Fazit: Lesen lohnt.
Sebastian Fitzek ist für seine vertrackten, haarsträubenden Storys bekannt. „Splitter“ ist da keine Ausnahme. Bis kurz vor Schluss hatte ich keinen blassen Schimmer, worauf es in der wendungsreichen Geschichte um Erinnern und Vergessen hinausläuft. Mehrmals entwich mir beim Lesen ein lautes „WTF!“.
Unvorhergesehene Wendungen und aberwitzig Einfälle haben mich beim Lesen die Zeit vergessen und meine Zehen in der Wanne völlig verschrumpeln lassen. Leider kann die Auflösung mit der abgefahrenen Geschichte nicht wirklich mithalten. Nach so einer Achterbahn-Story fällt mir selbst aber auch kein würdiger Schluss ein. Mein Fazit? Wer Nervenkitzel mag, der sollte Sebastian Fitzek ruhig mal versuchen. Wer den klassischen Krimi oder einen soliden Thriller sucht, der wird von den abstrusen (dennoch guten!) Wendungen vielleicht ein wenig genervt sein.

Schmökert Ihr auch mehrere Bücher gleichzeitig? Und ich rede jetzt nicht von Fachbüchern 😉
Und was lest Ihr momentan so?
Ihr findet mich in der Wanne,
Ellen

So viele Seiten…

Bisher war ich mit meinem Vorsatz, für jede Woche des Jahres ein Buch zu lesen, ja ziemlich erfolgreich.
Der neueste Zugang zum ‚Ausgelesen‘-Regal ist, ganz zufälligerweise, ein weiterer Thriller in dessen Mittelpunkt eine Kopfgeldjägerin steht.

"Cut" von Amanda Kyle Williams

„Cut“ von Amanda Kyle Williams erinnert stellenweise tatsächlich an die Bücher von Janet Evanovich. Besonders die ausführlichen Beschreibungen diverser Leckereien fallen auf.
In Sachen Humor kann „Cut“ jedoch nicht mithalten. Die Story um Keye Street, eine Südstaatlerin mit asiatischen Wurzeln, hat zwar auch komische Momente, fällt ansonsten jedoch eher durch fiese Gewaltszenen und unerwartete, leider auch ein wenig unglaubwürdige Wendungen auf. Dieser Roman ist als Auftakt einer ganzen Serie um die Kopfgeldjägerin und ehemalige Profilerin Street konzipiert.
Sollte mein ‚Zu Lesen‘-Stapel mal nichts Gescheites mehr hergeben, würde ich vielleicht ein weiteres Buch von Amanda Kyle Williams versuchen. Zum so runter lesen war „Cut“ völlig o.k., eine literarische Entdeckung würde ich es aber nicht nennen.

Ganz anders geht es mir mit der „Song of Ice and Fire“-Reihe von George R. R. Martin.

"A Dance with Dragons" von George R. R. Martin

Während Fantasy bisher eher eine Randerscheinung in meinem Bücherregal war, kann ich beim fünften Teil der Serie, „A Dance with Dragons“, nichtmal die deutsche Übersetzung abwarten. Was bedeutet, dass ich mich durch gute 1.000 Seiten altertümlich angehauchtes Englisch kämpfen muss. Schaut man sich die grrrrrrauenhafte Neuübersetzung an, die bei Blanvalet momentan so nach und nach erscheint, ist das immernoch die bessere Lösung. Es gibt zu den ersten vier Büchern noch eine ältere Übersetzung, auch bei Blanvalet erschienen, die zwar nicht perfekt aber immernoch annehmbar ist. Bei allen deutschen Versionen wurden die Bücher leider zweigeteilt. Das ist manchmal ein wenig störend. Im Fall des aktuellen Bandes wäre die Aufteilung auf zwei Bücher auf jeden Fall leichter zu lesen. So ein dickes Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚schwere Lektüre’…
Worum es überhaupt geht? Sieben Königreiche, Gefahr von allen Seiten und aus allen Welten, Religion, Sex und fiese Intrigen. Für mich passiert der Fantasy-Kram so nebenher. Was mich so richtig fesselt sind die gelungenen Wendungen, gekonnte Cliff Hanger, vielschichtige Charaktere und einfach eine gute Mischung aus Sex’n’Crime.
Ihr mögt nicht so gerne Fantasy? Egal. Die ‚Song of Ice and Fire‘ Bücher kann ich euch nur empfehlen. Und wer zu faul zum Lesen ist (pfui!), der kann sich die HBO-Serie angucken. xoxo. Ellie