Le French Connection – Hellfest 2012

Nun also doch schon ein zusammenfassender Rückblick auf DAS Festival des Sommers 2012.
Die analogen Bilder werden nachgereicht, wenn/falls sie dann mal entwickelt sind…

Doomriders @ Hellfest, France 2012

Das Wichtigste zuerst: Die Bands. Besonders gefreut hab ich mich schon seit Wochen auf Lynyrd Skynyrd und meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Es war einfach grandios. Bei „Simple Man“ gab’s ne dicke Gänsehaut, „Sweet Home Alabama“ ist einfach DIE Hymne und „Free Bird“…

It’s all fun and games until you hear FREE BIRD – Rob Zombie

Orange Goblin haben ordentlich Spaß gemacht, Guns N’Roses waren eher peinlich, Black Label Society haben verlässlich das gleiche gebracht wie die letzten Male, Mötley Crüe waren erschreckend langweilig und Ozzy war leider böse vergrippt.
Ganz viele Bands habe ich nur von weit weg oder im vorbeigehen mitbekommen. Es war einfach viel zu voll und zwischen die Massen drängeln find‘ ich eher ungeil.
Andererseits habe ich aber auch die eine oder Band aufgetan, die mir aus unerfindlichen Gründen bisher nicht wirklich bekannt war. Wie zum Beispiel Doomriders (Siehe Foto oben), YOB (sehr geil!), Pentagram (der Name hat mich bisher abgeschreckt, aber man, bin ich froh die mal live gesehen zu haben!), Hank III (habe ich leider nur kurz gesehen) und Disneyland after Dark (irre unterhaltsam :) ).

Feuer-Kunst @ Hellfest

Neben einem fantastischen Line-Up glänzt das Hellfest besonders durch abgefahrene Installationen eines bekannten französischen Küntlers, dessen Namen ich leider vergessen habe und grade nirgendwo finden kann. Überall auf dem Gelände finden sich martialisch anmutende Metall-Konstruktionen, die bei Nacht in Brand gesetzt werden. Das sieht verdammt gut aus und wäre in Deutschland sicherlich niemals gestattet.

Ellen beim Camping @ Hellfest 2012, France

Das Camping war…naja…Camping eben. Ich bin kein großer Fan davon und werde sicherlich auch nie einer sein. Ich mag meine Behausung stabil und wasserdicht, meine Nachbarn mehr als eine Armlänge entfernt von meinem ‚Bett‘ und mein Klo für mich alleine. Naja, Festival is kein Ponyhof. Da musste einfach durch.

Regen im Zelt @ Hellfest 2012, France

So toll das auf diesem Bild aussieht, Regen während eines Festivals ist nie wirklich schön. (Verrückte Schlammschlachten entstehen nur aus Verzweiflung, nie aus Freude über’s Wetter!)
Regen, wenn ich nur eine Zeltplane zwischen mir und den Naturgewalten habe? Ganze schlecht. Ich versuche zwar immer angestrengt, das Geplätscher romantisch zu finden, kann aber nie anders und suche das Zelt ununterbrochen nach undichten Stellen ab.

Bikerboots @ Hellfest 2012, France

Auf diesem Bild sind mindestens drei Dinge zu sehen, die auf einem Festival unverzichtbar sind:
1.) Derbe Boots, die vom dichten Festivalgetümmel über kniehohen Schlamm bis hin zum Dixiklo-Besuch alles mitmachen (Ein Festival ist ein denkbar ungeeigneter Ort für Sandalen…)
2.) Bier.
3.) Einen starken Mann, der das Zelt zum Campingplatz und dich abends zum Zelt trägt.

Captain America @ Hellfest 2012, France

Jaha, das auf dem Bild ist Captain America. Ausserdem trieben sich auf dem Hellfest noch mindestens eine große Kakerlake, Mario und Luigi, 27 Frauen in seltsamen Abendkleidern, eine lebende Mülltonne, 367 Männer in Tutus, Asterix und Obelix, Superman und 8 Wikinger herum. Mindestens.
Beim ersten kostümierten Vollhorst lacht man noch, aber der Superheld in Disguise hat vollkommen Recht wenn er feststellt:
Die Qualität eines Festivals sinkt mir der Anzahl der zur Schau getragenen Kostüme.
Schade.

Ob wir uns im nächsten Jahr wieder auf den langen Weg nach Frankreich machen ist also noch ungewiss. Während das Hellfest an sich ganz gut organisiert ist, jedes Jahr mit tollen neuen Ideen überrascht und bisher immer mit einem ausnehmend guten Billing punkten konnte, war es in diesem Jahr doch unangenehm voll und es sind uns überdurchschnittlich viele Vollidioten aufgefallen.
Kennt ihr gute, kleine Sludge/Doom/Stoner/Metal Festivals in Europa, die es sich zu besuchen lohnt? Erzählt mir davon!

Ich koch mir jetzt einen weiteren Tee, immernoch im Kampf mit diesen scheusslichen Bazillen, die ich mir aus Frankreich mitgebracht habe. Rocknrollundso, Ellen

Dog tired in the fast lane.

Ellen at Hellfest 2012

Zack, da ist mein Festival-Sommer auch schon wieder rum.
Ich bin frisch zurück vom Hellfest, die Nase sonnenverbrannt und eine kratzige Erkältung im Gepäck. Die letzten Tage habe ich auf einem großen Acker im Westen Frankreichs verbracht, mit Wind und Wetter gekämpft, mehr oder weniger geduldig die Franzosen ertragen und großartigen Bands gelauscht.
Lynyrd Skynyrd! Orange Goblin! Doomriders! YOB! D. A. D.! St. Vitus! Und noch so viele mehr. Groß-ar-tig.
Als Sahnehäubchen obendrauf gab es ein lang ersehntes Wiedersehen mit Freunden aus Kanada und die Erkenntnis, dass Kanadier wohl einfach die besseren Menschen sind. Besonders im Vergleich zu den Franzosen.
(Ich habe selber den einen oder anderen Franzosen in meiner Ahnengalerie, darum verbitte ich mir jegliche Vorwürfe, ich wäre grundlegend Franzosenfeindlich. Merke: Wenn es die Wahrheit ist, ist es keine Beleidigung.)
Ein ausführlicher Bericht folgt, sobald die Fotos entwickelt sind. Jaaahaaa, ich bin dem Trend zur analogen Kamera erlegen und habe mich beim dm mit der einen oder anderen Einwegkamera eingedeckt. Nun bin ich schwerstens auf das Ergebnis gespannt. Unsere Handy-/ Digitalkamerafotos sind eher nicht so fürchterlich prall.

broken acer netbook

Eine völlig andere, ungleich traurigere Geschichte ist die, in der ich 2 Computer zerstöre. Innerhalb von 24 Stunden. Es kann sogar gut sein, dass es eine mittelschwere Explosion gab.
Auf jeden Fall bin ich momentan technisch gesehen auf fremdes Gerät angewiesen, weshalb ich bis zum nächsten Gehaltsscheck einen triftigen Grund habe, online ne Ecke weniger präsent zu sein, als ich sollte.
Sobald ich computermäßig nachgerüstet habe, sollten diverse Pläne, die Herrschaft über das Internet zu erlangen, endlich in die Tat umgesetzt werden. Wenn ich dann noch einen arschkickenden Ersatz für meine pissels Digicam auftun kann, geht’s hier endgültig rum wie Schmitz‘ Katze.

Jetzt trink ich mir aber erstmal noch einen Tee um die französischen Bazillen in die Flucht zu schlagen.
Rocknrollundso, Ellen