Gelesen: Ann-Marie MacDonald und Patricia Cornwell.

'Insel der Rebellen' von Patricia Cornwell und 'Vernimm mein Flehen' von Ann-Marie MacDonald

Zwei Bücher, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, beide halb gelesen – das eine, weil es so erschütternd schlecht war, das andere, weil ich bisher einfach noch nicht genug Zeit hatte, es zu Ende zu lesen.

Patricia Cornwell war, wenn ich mich recht erinnere, die erste Thriller Autorin, die ich als Teenie verschlungen habe. Zusammen mit Agatha Christie legte sie den Grundstein für meine Krimi-Leidenschaft, die bis heute unvermindert anhält.
Ihre bekanntesten Romane sind sicher die der Dr. Kay Scarpetta-Reihe, derentwegen ich sogar eine Zeit lang von einer Karriere als Gerichtsmedizinerin träumte.
Von einem kleinen Bücherflohmarkt, versteckt auf einem Grundschul-Weihnachtsbasar, habe ich mir ‚Insel der Rebellen‘ aus der Andy Brazil/ Judy Hammer-Serie mitgenommen, die mir bis dato unbekannt war.
Nachdem ich mich durch das halbe Buch gequält habe wünschte ich, das wäre auch so geblieben.
Die Figuren sind auf absolut uncharmante Art seltsam, der Erzählstil mit wild wechselnden Perspektiven funktioniert hier einfach nicht und die Handlung ist langweilig bis albern.
Vielleicht liegt es an der Übersetzung, vielleicht fehlt mir ein solides Hintergrundwissen in amerikanischer Geschichte, aber dieses Buch ist der größte Schrott, den ich seit langer Zeit gelesen habe, nach der Hälfte war mir meine Zeit zu schade dafür.

So griff ich nach ‚Vernimm mein Flehen‘ von Ann-Marie MacDonald. Und was soll ich sagen? Bisher ist es eines der besten Bücher, das ich in diesem Jahr gelesen habe: Eine ungewöhnlich erzählte Familiengeschichte, in der Freud und Leid ganz eng nebeneinander liegen. Dazu spielt das Ganze in Kanada, und bisher hat mich noch kein Buch enttäuscht, das im Land der Baumfäller und freundlichen Menschen spielt (etwa Steve Hamiltons ‚Himmel voll Blut‘ oder ‚Letzte Nacht in Twisted River‘ von John Irving, beide absolut empfehlenswert).
Früher hätte ich Buch über eine kanadische Familie zu Zeiten der beiden Weltkriege und mit dem Titel ‚Vernimm mein Flehen‘ niemals angepackt. Dass ich es jetzt trotzdem getan habe verdanke ich einzig und allein meiner Mama, die mir vor einiger Zeit ‚Wohin die Krähen fliegen‘ aufgezwungen hat, der zweite Roman von Ann-Marie Macdonald. Toll erzählt, spannend bis zum Schluss und eines der Bücher, wo man eigentlich garnicht weiterlesen will, weil der Moment so schön ist.

Solltet ihr also noch auf der Suche nach einem berührenden, fesselnden Buch sein: Lasst die Hände von ‚Insel der Rebellen‘ und greift zu etwas von Ann-Marie MacDonald!
Ich les dann mal weiter. ❤

Ich lese, weil ich es kann.

Volles Bücherregal mit Verstärker und Down-Poster oben drauf.

Während ich mein Vorhaben 52 Bücher in diesem Jahr zu lesen wohl als gescheitert ansehen muss (ich bin jetzt erst bei 27 Büchern…), bin ich schon fleißig auf der Suche nach gutem Lesestoff für’s nächste Jahr.

Und da kommt Ihr ins Spiel:
Was habt ihr in letzter Zeit gutes gelesen? Was sind eure Lieblingsbücher? Welche Autoren werden unverschämter Weise vollkommen unterschätzt?
Verratet mir Eure literarischen Entdeckungen und Geheimtipps!
Das Genre ist mir piepsegal. Fantasy, Science Fiction, Biografien, Sachbücher, Liebesromane… und Krimis natürlich!! Her mit euren Krimi-Empfehlungen! LOS! ❤

9 Crimes.

Die erste Hälfte von 2012 ist schon wieder rum und ich halte an meinem Vorsatz fest, in diesem Jahr 52 Bücher zu lesen. Mittlerweile bin ich bei Nummer 17 angekommen, und jeder, der im Matheunterricht ein wenig aufgepasst hat, merkt ganz fix, dass ich da noch einiges aufzuholen habe.
Mit dem Sommer (so er denn mal Sommer wird) kommt zum Glück ja auch die Zeit der Nachmittage im Park, an denen ausser Picknicken, Frisbee und lesen nicht viel passiert. Ich bin also zumindest was diesen Vorsatz angeht milde optimistisch was die mögliche Erfüllung anbelangt.
Hier ein kurzer Überblick über die letzten, kriminellen Besucher auf meinem Nachttisch:

Krimis Fitzek, Christie, Gerritsen, Hoffman, Robotham

Sebastian Fitzek, Der Augensammler: Joah. Ich werde in diesem Leben wohl wirklich kein Fitzek-Fan mehr. Zu wirsch, zu unglaubwürdig, zu konstruiert. Wer richtig heftigen, brutalen Krimi-Stoff aus Deutschland möchte versucht besser mal Theo Pointner. Das ist nichts für empfindliche Gemüter, also sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Jilliane Hoffman, Mädchenfänger: Nicht das erste Buch, dass ich von ihr gelesen habe. Untereinander ähneln sich ihre Geschichten irgendwie ziemlich, zumindest meinem Gefühl nach. Auch wenn ich nicht super vom Hocker gerissen bin von ihrem Stil, finde ich ihre Bücher so ‚für zwischendurch‘ völlig in Ordnung.

Tess Gerritsen, Totengrund: Die auf Vox ausgestrahlte Serie Rizzoli & Isles basiert auf ihren Büchern. Tolle Bücher, tolle Serie, tolle Autorin. Von letzterem konnte ich mich auf der diesjährigen lit.cologne überzeugen. Die Handlung von Totengrund ist zwar ein wenig… seltsam, aber gut geschrieben.

Michael Robotham, Todeskampf: Wenn ihr tolle, spannende Krimis lesen wollt, dann nehmt was von Michael Robotham! Er baut in seinen Büchern ein fesselndes Figuren-Universum auf und überrascht von Buch zu Buch immer mal wieder mit einem neuen Blickwinkel. Nebenfiguren aus älteren Geschichten werden plötzlich zu Hauptfiguren und werfen ein neues Licht auf vorangegangene Plots. Besonders die Figur des DI Ruiz hat es mir angetan, ein alternder Brummbär mit Zigeunerblut, herrlich anarchisch und dickköpfig. Lesen!

Agatha Christie, 4.50 from Paddington: Die Queen of Crime gehört in jedes gut sortierte Bücherregal. Basta.

Joah, und somit vertiefe ich mich dann mal wieder in meine Bücher – aktuell rolle ich die Plum-Reihe von Janet Evanovich von vorne auf. Macht Spass und geht fix 😉
Crime is Queen, Ellen

Die Nerven gekitzelt

Mit meinem Neuhjahrsvorsatz,52 Bücher in diesem Jahr zu lesen, bin ich mittlerweile arg im Rückstand.
Schuld ist der Mega-Klops von George R. R. Martin, mit dem ich immernoch nicht durch bin.
Da dieser Schinken aber zu schwer ist, um ihn unfallfrei in der Badewanne zu lesen, neige ich aktuell zum Zweitbuch: Dem Badewannen-Schmöker. Das ist vorzugsweise ein Taschenbuch. Kurzweilig soll es sein und fix zu lesen.
Zwei dieser Bade-Bücher hab ich schon durch und will euch meine Meinung dazu natürlich nicht vorenthalten:

Sebastian Fitzek Splitter und Michael Robotham Dein Wille geschehe

Den Michael Robotham kann ich sowieso nur empfehlen. Seine Psychothriller sind mords spannend und unaufdringlich miteinander verzahnt. „Dein Wille geschehe“ ist ganz schön nervenaufreibend. Spielt darin doch ein unheimlicher Fiesling mit menschlichen Urängsten. Das Ende kommt überraschend und das Happy End ist nicht ganz ungetrübt. So mag ich meine Bücher. Fazit: Lesen lohnt.
Sebastian Fitzek ist für seine vertrackten, haarsträubenden Storys bekannt. „Splitter“ ist da keine Ausnahme. Bis kurz vor Schluss hatte ich keinen blassen Schimmer, worauf es in der wendungsreichen Geschichte um Erinnern und Vergessen hinausläuft. Mehrmals entwich mir beim Lesen ein lautes „WTF!“.
Unvorhergesehene Wendungen und aberwitzig Einfälle haben mich beim Lesen die Zeit vergessen und meine Zehen in der Wanne völlig verschrumpeln lassen. Leider kann die Auflösung mit der abgefahrenen Geschichte nicht wirklich mithalten. Nach so einer Achterbahn-Story fällt mir selbst aber auch kein würdiger Schluss ein. Mein Fazit? Wer Nervenkitzel mag, der sollte Sebastian Fitzek ruhig mal versuchen. Wer den klassischen Krimi oder einen soliden Thriller sucht, der wird von den abstrusen (dennoch guten!) Wendungen vielleicht ein wenig genervt sein.

Schmökert Ihr auch mehrere Bücher gleichzeitig? Und ich rede jetzt nicht von Fachbüchern 😉
Und was lest Ihr momentan so?
Ihr findet mich in der Wanne,
Ellen

So viele Seiten…

Bisher war ich mit meinem Vorsatz, für jede Woche des Jahres ein Buch zu lesen, ja ziemlich erfolgreich.
Der neueste Zugang zum ‚Ausgelesen‘-Regal ist, ganz zufälligerweise, ein weiterer Thriller in dessen Mittelpunkt eine Kopfgeldjägerin steht.

"Cut" von Amanda Kyle Williams

„Cut“ von Amanda Kyle Williams erinnert stellenweise tatsächlich an die Bücher von Janet Evanovich. Besonders die ausführlichen Beschreibungen diverser Leckereien fallen auf.
In Sachen Humor kann „Cut“ jedoch nicht mithalten. Die Story um Keye Street, eine Südstaatlerin mit asiatischen Wurzeln, hat zwar auch komische Momente, fällt ansonsten jedoch eher durch fiese Gewaltszenen und unerwartete, leider auch ein wenig unglaubwürdige Wendungen auf. Dieser Roman ist als Auftakt einer ganzen Serie um die Kopfgeldjägerin und ehemalige Profilerin Street konzipiert.
Sollte mein ‚Zu Lesen‘-Stapel mal nichts Gescheites mehr hergeben, würde ich vielleicht ein weiteres Buch von Amanda Kyle Williams versuchen. Zum so runter lesen war „Cut“ völlig o.k., eine literarische Entdeckung würde ich es aber nicht nennen.

Ganz anders geht es mir mit der „Song of Ice and Fire“-Reihe von George R. R. Martin.

"A Dance with Dragons" von George R. R. Martin

Während Fantasy bisher eher eine Randerscheinung in meinem Bücherregal war, kann ich beim fünften Teil der Serie, „A Dance with Dragons“, nichtmal die deutsche Übersetzung abwarten. Was bedeutet, dass ich mich durch gute 1.000 Seiten altertümlich angehauchtes Englisch kämpfen muss. Schaut man sich die grrrrrrauenhafte Neuübersetzung an, die bei Blanvalet momentan so nach und nach erscheint, ist das immernoch die bessere Lösung. Es gibt zu den ersten vier Büchern noch eine ältere Übersetzung, auch bei Blanvalet erschienen, die zwar nicht perfekt aber immernoch annehmbar ist. Bei allen deutschen Versionen wurden die Bücher leider zweigeteilt. Das ist manchmal ein wenig störend. Im Fall des aktuellen Bandes wäre die Aufteilung auf zwei Bücher auf jeden Fall leichter zu lesen. So ein dickes Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚schwere Lektüre’…
Worum es überhaupt geht? Sieben Königreiche, Gefahr von allen Seiten und aus allen Welten, Religion, Sex und fiese Intrigen. Für mich passiert der Fantasy-Kram so nebenher. Was mich so richtig fesselt sind die gelungenen Wendungen, gekonnte Cliff Hanger, vielschichtige Charaktere und einfach eine gute Mischung aus Sex’n’Crime.
Ihr mögt nicht so gerne Fantasy? Egal. Die ‚Song of Ice and Fire‘ Bücher kann ich euch nur empfehlen. Und wer zu faul zum Lesen ist (pfui!), der kann sich die HBO-Serie angucken. xoxo. Ellie

Dieser Tage…

Ich habe momentan noch Urlaub. Offiziell. Aber da die Jobsuche bisher eher schleppend verläuft ist auch für die nächste Woche noch kein Ende dieser lahmen Tage in Sicht.
Und ich lasse mich voll drin hängen. Uff.
Bis Mittags liege ich im Bett und spähe ab und zu aus dem Fenster. Was ich da sehe gefällt mir garnicht. Darum ziehe ich die Decke wieder über den Kopf und bleibe noch ein wenig liegen.
Anstatt wie geplant zu Putzen, Sport zu machen und mit viel Energie einen Job zu suchen stecke ich in einem dicken Tief.
Um nicht ganz unproduktiv zu sein arbeite ich wenigstens ganz fleißig an meinem Bücher-Vorsatz für 2012.

Janet Evanivichs Buch Plum Lucky aus der Plum-Reihe

Neben „Plum Lucky“ habe ich in der letzten Woche noch zwei weitere Bücher von Janet Evanovich gelesen. Naja, nicht grade Goethe, aber besser als Fernsehen.
Ansonsten verschwende ich meine Zeit momentan vorallem im Internet.
Ganz besonders dolle bestaune ich grade DESIGNLOVEFEST. Bri Emery ist einfach ziemlich hübsch und ziemlich talentiert und mein Wunsch nach langen Haaren wird immer doller. Ihre Outfit-Posts sind ganz schön inspirierend.
Ich hingegen hänge den Großteil meiner Zeit grade in alten T-Shirts und mit ungewaschenen, Straßenköter-roten (ja!), blöd kurzen Haaren in meiner uninteressanten, ungeputzen Wohnung rum. Uff.
Wenigstens zum Einkaufen hab ich mich gestern gewaschen und angezogen und das Ergebnis musste einfach festgehalten werden.

Ellie in roter jacke und Rock

So ein Anblick hat dieser Tage Seltenheitswert.

Nun hoffe ich auf besseres Wetter, frische Motivation, einen großen Energieschub und positive Reaktionen auf meine Bewerbungen. Drückt ihr mir die Daumen? xoxo. Ellie

2 geschafft.

Etwas langsamer diesmal aber immernoch in der Zeit habe ich das zweite Buch in diesem Jahr gelesen: „Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord“ von Fred Vargas.

Der Roman "Es geht noch ien Zug von der Gare du Nord" von Fred Vargas

Die Französische Autorin (ja, hinter dem Namen „Fred“ verbirgt sich eine Frédérique) ist für ihre leicht skurrilen Kriminalromane bekannt, die einem direkt ins Hirn und ins Herz gehen. Sie kommt dabei ganz ohne den Blutdurst ihrer amerikanischen Kolleginnen aus. Stattdessen entführt sie einen in unerwartete Gedankenwelten. Ihre Figuren sind stets interessante, ungewöhnliche Charaktere. Und selbst das Gewöhnliche wird in ihren Romanen zu etwas Besonderem.
„Es fährt noch ein Zug von der Gare du Nord“ ist der erste Fall für ihren mittlerweile ziemlich berühmten Kommissar Adamsberg. Nachdem ich einige neuere Romane von Fred Vargas verschlungen haben, war ich entschlossen, ihr charmant-skurriles Universum von vorne aufzurollen und so durfte ich der Lösung des Rätsels um den Mann mit den blauen Kreisen beiwohnen. Der Plot hinkt an einigen Stellen, die neueren Krimis sind da besser „gestrickt“, aber die bezaubernden Figuren allein sind jede einzelne Seite wert.
Für alle Liebhaber von Kriminalgeschichten und alle frankophilen Leseratten ist Fred Vargas eine sichere Sache. Und für alle anderen sind ihre Romane einfach einen Versuch wert.
Ich such mir jetzt den nächsten Schmöker und wünsche euch einen entspannten Rest-Sonntag. xoxo. Ellie

1 fertig. Bleiben 51.

Einer meiner Vorsätze für 2012 lautet ja: 52 Bücher lesen. Und während die Sache mit dem gesunden Essen bisher eher so semi gut läuft, hab ich das Soll für die erste Woche des Jahres zumindest buchmäßig bereits erfüllt.
Zugegeben, „Smokin‘ Seventeen“ von Janet Evanovich lässt sich auch sehr schnell lesen.

Smokin' Seventeen aus der Stephanie Plum Reihe von Janet Evanovich

Denn erstens: Es ist ganz und garkein dickes Buch. Und zweitens: Machen wir uns nix vor, anspruchsvoll ist es auch nicht.
Das offiziell siebzehnte Buch der ‚Stephanie Plum‘-Reihe ist wieder voll mit absurder Komik, eigenwilligen Ganoven und tollen Kerlen. Diesmal ist Kopfgeldjägerin Plum unter anderem einem Tanzbär und einem vermeintlichen Vampir auf der Spur, während sie von mindestens einem verrückte Killer verfolgt wird. Wer die bisherigen Bücher kennt, kennt das Schema.
Wer Janet Evanovichs Geschichten bisher nicht kennt fängt die Reihe am besten mit „One for the Money“ an und wählt tunlichst die englische Ausgabe. Die deutsche Übersetzung ist einfach nur schlecht.
Im englischen Original punkten die ‚Plum‘-Bücher mit Spannung, Action, Humor, verrückten Charakteren und der unverzichtbaren Portion Romantik. Ihr wisst schon. Romantik der körperliche Art.
Wer hingegen etwas mit Tiefgang sucht, weder Krimis mag noch ‚Literatur für freche Frauen‘ (eine gräßliche Betitelung, liebe Verlage) oder wer amerikanische Literatur einfach doof findet, der lässt die Finger davon und wartet die nächsten 51 Bücher ab. Da wird für jeden was dabei sein. Versprochen.
xoxo. Ellie