Willie Nelson only smokes killer Weed.

Füße in grünen Gartenschuhen

Ich wünschte, es gäbe gute Gründe für die Grabesstille, die einem hier in letzter Zeit entgegen schlägt. Aber weder das pralle Leben noch der zickige Sommer halten mich momentan vom Bloggen ab.
Ich nehme grade etwas Abstand von A Huckleberry Bunch.
Ende letzten Jahres habe ich einfach aus dem Bauch heraus angefangen und bisher ist mein kleiner Blog wild und planlos vor sich hin gewachsen. Ich habe mich hier ausprobiert, mich an den verschiedensten Dingen versucht und immer auch ein wenig nach meiner ‚Stimme‘ gesucht.
Nun sehe ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, weiß nicht, wo lang es jetzt weiter geht.
Ich trete also einen Schritt zurück, oder auch zwei, sehe mir den ganzen Wildwuchs an und komme zu dem Schluss, dass die Heckenschere ran muss. Der Rasenmäher. Die große Sense.
Ich muss das ganze virtuelle Unkraut jäten, die Sträucher beschneiden, mich von den Pflanzen trennen, die keine Wurzeln schlagen, und die verwelkten Blumen ausrupfen. So lange, bis hier wieder Platz ist, dass was wachsen kann.

Ellen im Garten

Den Aufmerksamen unter euch wird aufgefallen sein, dass ich das Bloggen auf Englisch schon wieder aufgegeben habe. Furchtbar gerne würde ich mit meinem kleinen Blog Menschen jenseits aller geografischen und sprachlichen Grenzen erreichen, jedoch fühlt sich das Schreiben in einer Fremdsprache krampfig und unnatürlich an.
Auf dem Weg zu einem harmonischen Huckleberry-Garten ist das also der erste Strauch, der auf den Kompost wandert.

Ellen.

13 Gedanken zu “Willie Nelson only smokes killer Weed.

  1. Passt schon. Ich hab auch oft gehadert und immer wieder Stil und Richtung geändert. Wo ich letztlich rausgekommen bin, sind drei Blogs, aber davon wird einer auch gerade schwerst vernachlässigt und aufwändig ist es allemal.

    Ich wünsche dir viel Erfolg beim Richtung finden, mähen, ausmisten und Unkraut zupfen.

  2. Das kenne ich auch, Ellen. Besonders frustrierend finde ich es dabei, dass das Feedback anderer und mein eigenes Empfinden oft nicht zusammenpassen: Wenn ich etwas verblogge, für das ich brenne, kommt kaum Reaktion – aber für die Artikel, die keinerlei Mühe machen (Alltagshelden, 7 Sachen) kriege ich reihenweise Kommentare. Ich meine, einerseits geht es bei einem Blog um die eigene Stimme – andererseits will man ja auch gehört werden, und idealerweise gemocht werden?
    Bloggen kann schon eine echt frustrierende Sache sein.

    • Das Feedback von aussen ist das eine. Momentan bin ich mit meinem Blogg einfach selber irgendwie unglücklich. Manchmal würde ich am liebsten auf ‚Löschen‘ klicken und ganz neu anfangen. Aber das wäre auch keine lösung, finde ich.

      • Nee, isses nicht. Meine alten Blogs gibt es auch alle noch, ich finde Löschen doof, jedenfalls solange es da nichts gibt, womit man wirklich nichts mehr zu tun haben will. Dann lieber was Neues anfangen, neues Design, neuer Name, keine Ahnung und das alte ruhen, aber bestehen lassen. Ich hab erst letztens wieder geguckt, was ich vor mittlerweile fast 8 Jahren so alles geschrieben hab und eigentlich find ich schön, dass das noch da ist und ich gucken kann, was mir damals so durch den Kopf ging.

        • Meinen alten Reiseblog habe ich offline genommen, aber ich habe ihn archiviert. Ein wenig krass ist es schon, wenn ich mir die Erlebnisse von vor vier Jahren so ansehe, und wie es mir in Australien so ergangen ist.

          Weißt du, du verlierst deine Leser nicht, wenn du mal nen Monat oder zwei nicht bloggst. Bzw.: Du verlierst deine größten Fans nicht :-) Also lass dir doch die Zeit, die du brauchst, um dir zu überlegen, was du genau teilen willst und was du dir wünschst. Ne Art Vision entwickeln, was du willst. (Sollte ich mit meinem Blog auch mal machen – aber komme ich dann auch vom hundertsten ins tausendste und stürze schon wieder in ne Sinnkrise^^)

          Ich mag die Atmosphäre auf deinem Blog übrigens ganz gern.

          • Danke :) Für euren Rat und für liebe Worte natürlich sowieso immer. Ich arbeite grade an einem neuen Template (besser: lasse arbeiten, höhö) und bald gehts hier hoffentlich mit frischem Wind weiter. Aber Löschen ist wirklich nicht!

  3. Ich hadere auch immer wieder mit meinem, aber ich möchte nicht aufhören. den richtigen Weg hab ich auch noch nicht gefunden, aber ich lass es jetzt einfach laufen und plane im Hintergrund die Weltherrschaft. :-) Das ich nicht englisch schreiben möchte habe ich mir aber schon vor längerem überlegt. Das wäre mir zu aufwendig und zu wenig authentisch. Wer mag, kann es sich ja übersetzen. Wenn ich mal Zeit habe, möchte ich etwas tiefer ins Design eintauchen und mir ein Schema ausdenken. Wenn ich mal Zeit habe… Aber ich fänd es schade, wenn du das, was du schon „erreicht“ hast, löschst. Es gehört doch irgendwie dazu. So ein Blog ist eben was organisches, das wächst langsam. Und zwischendurch vielleicht auch in eine andere Richtung. Normal.
    LG, Sabrina

    • Genau, organisch. Ich werd zwar einiges neu sortieren, aber inhaltlich werde ich nichts von dem löschen, was hier bisher so gewachsen ist.

  4. Diese Gedanken kenne ich auch sehr gut. Ich blogge ja auch noch nicht so lange und eine wirkliche Richtung hat das Ganze auch nicht. Außerdem fehlt oft die Zeit und oft ist mir das reale Leben wichtiger als mich an den Rechner zu setzen und das Erlebte in einen anständigen Eintrag zu verpacken. Ich weiß nicht, ob du das auch kennst, aber ich stehe mir auch häufig selber im Weg: Das Foto ist nicht gut genug, der Text nicht lustig genug, der Informationsgehalt zu gering und alles sowieso zu uninteressant … usw. Ständig stelle ich dieses ganze virtuelle Leben im Ganzen infrage, auch was z.B. Facebook angeht. Dort bin ich ja nur angemeldet, weil es die Blogowskis gibt.
    Naja, man macht halt so. Sich zu fragen, was das Ganze soll, ist aber auch gut und kann einen auch wieder an das Wesentliche heranführen. Ob im virtuellen oder im realen Leben …
    Wünsche dir viel Erfolg beim Gärtnern und dem Suchen und Finden des richtigen Weges.

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