Die Nerven gekitzelt

Mit meinem Neuhjahrsvorsatz,52 Bücher in diesem Jahr zu lesen, bin ich mittlerweile arg im Rückstand.
Schuld ist der Mega-Klops von George R. R. Martin, mit dem ich immernoch nicht durch bin.
Da dieser Schinken aber zu schwer ist, um ihn unfallfrei in der Badewanne zu lesen, neige ich aktuell zum Zweitbuch: Dem Badewannen-Schmöker. Das ist vorzugsweise ein Taschenbuch. Kurzweilig soll es sein und fix zu lesen.
Zwei dieser Bade-Bücher hab ich schon durch und will euch meine Meinung dazu natürlich nicht vorenthalten:

Sebastian Fitzek Splitter und Michael Robotham Dein Wille geschehe

Den Michael Robotham kann ich sowieso nur empfehlen. Seine Psychothriller sind mords spannend und unaufdringlich miteinander verzahnt. „Dein Wille geschehe“ ist ganz schön nervenaufreibend. Spielt darin doch ein unheimlicher Fiesling mit menschlichen Urängsten. Das Ende kommt überraschend und das Happy End ist nicht ganz ungetrübt. So mag ich meine Bücher. Fazit: Lesen lohnt.
Sebastian Fitzek ist für seine vertrackten, haarsträubenden Storys bekannt. „Splitter“ ist da keine Ausnahme. Bis kurz vor Schluss hatte ich keinen blassen Schimmer, worauf es in der wendungsreichen Geschichte um Erinnern und Vergessen hinausläuft. Mehrmals entwich mir beim Lesen ein lautes „WTF!“.
Unvorhergesehene Wendungen und aberwitzig Einfälle haben mich beim Lesen die Zeit vergessen und meine Zehen in der Wanne völlig verschrumpeln lassen. Leider kann die Auflösung mit der abgefahrenen Geschichte nicht wirklich mithalten. Nach so einer Achterbahn-Story fällt mir selbst aber auch kein würdiger Schluss ein. Mein Fazit? Wer Nervenkitzel mag, der sollte Sebastian Fitzek ruhig mal versuchen. Wer den klassischen Krimi oder einen soliden Thriller sucht, der wird von den abstrusen (dennoch guten!) Wendungen vielleicht ein wenig genervt sein.

Schmökert Ihr auch mehrere Bücher gleichzeitig? Und ich rede jetzt nicht von Fachbüchern 😉
Und was lest Ihr momentan so?
Ihr findet mich in der Wanne,
Ellen

6 Gedanken zu “Die Nerven gekitzelt

  1. Meistens nur ein Buch gleichzeitig, allerdings läuft eigentlich immer irgendein (oder auch mal mehrere davon) Fachbuch nebenher, in das ich dann gelegentlich auch mal reingucken.

    Was auch noch geht ist „normales“ Buch und Hörbuch parallel. Da ist der Formfaktor so unterschiedlich, das verwechsel ich nicht. Im Moment find ich allerdings die von Andreas Fröhlich gelesenen Bücher von Kai Meyer total toll und weil das eher Kinder- bzw. Jugendbücher sind, sind die nicht so lang, da bin ich mit dem Hörbuch nach zwei bis drei Tagen immer schnell durch und muss fast einen Monat bis zum nächsten Audible-Credit waren.

    • Stimmt, Hörbücher ‚nebenbei‘ gehen immer. Ich nehm gern eins mit zum Joggen. Schützt vor Langeweile und wenn ich wissen will, wer der Mörder ist, muss ich weiter laufen 😉

    • So halte ich das auch. Ein „richtiges“ Buch für Bett und Badewanne und Hörbuch für unterwegs. Ich lese auch gerne Thriller und hab mir einen Stapel von ner Freundin ausgeliehen. Ich tu mich in der Buchhandlung immer so schwer mit dem Aussuchen. Und ab und zu muss es was fantastisches oder kitschiges sein, fürs Herz. 😉

      LG, Sabrina

  2. Huhu Elli!
    Ich bin zumindest bisher meinem ein Buch pro Monat voraus… Derzeit bin ich auf den letzten Seiten von „Wanja und die wilden Hunden“ von Maike Maja Nowak. Danach lese werde ich „Reine Leere“ von de Wetering lesen… Parallel höre ich „Lieber wütend als traurig“ – die Lebensgeschichte von Ulrike Meinhof. =) Alles sehr gut, interessant und empfehlenswert!

    • Sind direkt mal auf die Amazon-Liste gewandert. Danke für die Tipps! Finds immer wieder toll, auf ‚was neues‘ zu stoßen :)

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