Energieschub. 5 Muntermacher für müde Mädchen.

Zitrusfrüchte und Kerzen

‚Matsch‘ beschreibt nicht nur den Zustand des Rest-Schnees, sondern trifft auch ziemlich genau meine aktuelle Verfassung. Ich befinde mich noch immer im Nahkampf mit der Nachhut einer fürchterlichen Grippe und das Regenwetter schlägt mir obendrein noch schwer auf’s Gemüt. Saft- und kraftlos hänge ich hier in den Seilen, obwohl eigentlich Vollgas angesagt wäre: Die To-Do-Listen sind länger denn je und die Zeit ist knapp! Energie muss her, so schnell wie möglich.

Ich habe beschlossen, den alten Elektriker-Trick ‚Willste wach werden, pack in die Steckdose‘, zu ignorieren und versuche es statt dessen mit diesen Fünf Muntermachern:

Obst. Und Gemüse. Pur, als Saft, im Smoothie, als Salat… Alles nach dem Motto: Vitamine, Vitamine, Vitamine.

❤ Rubbedidub, ab in die Badewanne! Statt Erkältungsbad kommt jetzt ein fruchtig-frisches Schaumbad zum Einsatz, das hebt die Stimmung. Und während man so vor sich hin dümpelt kann man sich hervorragend durch die Lieblingszeitschriften blättern. So ist man hinterher sauber, gut gelaunt und bestens informiert.

❤ Ein Spaziergang mach den Kopf frei. Um dem miesen Grau da draussen etwas entgegensetzen zu können, kommen die All-Wetter-Happy-Schuhe mit.

❤ Passend zu den Schuhen zaubert pinker Lippenstift frische Farbe ins Gesicht. Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber wenn ich mich hübscher fühle, fühle ich mich immer auch ein bisschen fitter.

❤ Und wenn das alles nix hilft: Lieblingssong an, Lautstärke bis zum Anschlag!

So. Und nun seid Ihr gefragt: Wo nehmt Ihr Eure Energie her? Was macht Ihr, wenn das Wetter so grau und ein Tag unter der Bettdecke soooo verlockend ist? Ich kann jeden Tipp und jeden Trick gebrauchen, um endlich wieder ein, zwei, drei Gänge hoch zu schalten! Also nix wie ran an die Kommentare 😉
Danke, Ihr Lieben ❤

Glück in der Liebe, Pech beim Einrichten.

Ein Stapel Bücher über Wohndeko und Architektur

Seit ziemlich genau 5 Jahren wohne ich nun mit einem Mann zusammen, der mir bei vielen Dingen aus tiefster Seele spricht. Nur bei einem Thema könnten wir verschiedenerer Meinung nicht sein: Unsere Wohnung.

Er geht das ganze Konzept „Wohnen“ sehr männlich-praktisch an, während ich vorallem eines will: Es schön haben.
Meinen Jahresurlaub könnte ich in der SB-Abteilung des Dortmunder IKEA verbringen. Meinem Mann hingegen geht es völlig ab, mehr Zeit und Geld als unbedingt nötig in unsere Einrichtung zu investieren.

Nun konnte ich kürzlich nicht nur durchsetzen, dass wir sein altes, unförmiges und von Brandlöchern verschandeltes Junggesellen-Schlafsofa durch etwas Neues ersetzen. Ich konnte obendrein sogar noch ein Pseudo-Arbeitszimmer für mich herausschlagen.
Pseudo ist dieses Arbeitszimmer zum einen, weil es im Grunde nichts anderes sein wird als eine Ecke unseres Wohnzimmers, die durch ein Regal vom Rest des Raumes getrennt wird. (Zum anderen bezweifelt mein Mann immer wieder gern, dass ich überhaupt soetwas wie „arbeite“. Er arbeitet quasi andauernd, weshalb ich ihm diese Aussage nachsehe. Ich arbeite nämlich tatsächlich vorallem dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt.)

So. Ich kriege also ein eigenes „Zimmer“, wenn wir die Regal-getrennte-Wohnzimmer-Ecke jetzt einfach mal so nennen wollen. Kaum war das geklärt war ich rubbeldiekatz im Internet und durchforstete diverse Onlineshops wie etwa Debenhams nach lebenswichtigen Einrichtungsgegenständen für mein Zimmer.

Kissen und Kerze in einer Teetasse aus dem Debenhams Onlineshop

Bilder via debenhams.de

Lies: Ich stromerte stundenlang zwischen virtueller Wohndeko umher. Kissen und Kerzen und Vasen und so. Solche Kleinigkeiten sind nämlich un-fass-bar wichtig wenn man sich einrichtet. Ehrlich.

Da ich diesmal beim Einrichten keine Rücksicht auf einen, sagen wir mal: schlichteren Geschmack nehmen muss, kann ich voll zulangen, was Blümchen und Rüschen und Schleifchen und Rosa und Pink angeht.
All meinen weiblichen Einrichtungs-Bedürfnisse sind nun endlich keine Grenzen mehr gesetzt und nach einem Leben zwischen lauter Wohn-Kompromissen entladen sich nun alle meine „Das ist doch süß/toll/lustig/irre“-Geschmackseskapaden auf einen Haufen.
So ist dann ach sichergestellt, dass ich in meinem Arbeitszimmer meine Ruhe habe, denn ausser mir wird es dort wahrscheinlich niemand lange aushalten. Ausser Marie Antoinette vielleicht. Oder Nicki Minaj.

Der Rest des Wohnzimmers wird natürlich Ehemann-tauglich. Schwarz und weiß und Bandposter. Einen Sitzsack und Lavalampen, die Spielekonsolen allzeit bereit, ganz wie es sich für ein vernünftiges Männerzimmer gehört.
Und wenn mir das alles zu langweilig wird, dann geh ich einmal ums Regal: Da wartet meine Mädchenwelt schon auf mich. ❤

Wohnt ihr auch mit Einrichtungs-Geschmacksgrätschen wie meinem Mann (oder, jaja ich sehs ein: mir) zusammen? Und wie kommt ihr damit zurecht, ohne euch ganz in eine Gedankenwelt aus ‚Schöner Wohnen‘-Schnipseln zu flüchten?

Die B-Frage.

Zwei Schatten auf dem Weg

Wenn man kurz davor ist, die Altersangabe „Mitte Zwanzig“ hinter sich zu lassen, und sich noch dazu in einer aussichtsreichen Beziehung befindet, schlimmsten Falls sogar verheiratet ist, dann lauert sie hinter jeder Ecke:
Die B-Frage. B wie Baby. B wie Baby, Schwangerschaft, Nachwuchs, Kinder. (In der B-Frage ist das Alphabet vollkommen uninteressant. Ebenso wie die ständigen Beteuerungen, dass man wirklich noch keinen Nachwuchs will.)

Bei Telefonaten mit meiner Tante wurde das unverfängliche „Wie geht es dir?“ längst durch ein forsches „Und? Muss ich schon mit dem Häkeln anfangen?“ abgelöst. Und zum Abschied gibt es kein „Mach’s gut“ mehr, da höre ich bloß noch die bange Aufforderung „Ihr sagt aber Bescheid, wenns soweit ist!“.

Bei Bekannten und Freunden geht man auch nicht sensibler mit dem Thema Nachwuchs um.
Regelmäßig werden mein Mann und ich darauf hingewiesen, dass wir „als nächstes dran“ wären. Bei Partys und Kneipenabenden fühle ich mich schier genötigt gleich zu Beginn einen Schnaps runter zu kippen, damit ich mir danach eine Apfelschorle bestellen kann ohne, dass mir sofort eine Schwangerschaft unterstellt wird.
Letzte Woche traf ich zufällig einen alten Bekannten, der sobald er erfahren hatte, dass ich verheiratet bin, nichts besseres zu fragen hatte als „Wieviele Kinder?“.

Ja, ich bin glücklich verheiratet und im gebärfähigen Alter. Aber ich habe auch zwei gesunde Beine und besitze Laufschuhe. Deswegen kommt keiner auf die Idee zu fragen, wann ich denn meinen ersten Marathon laufe.

Vielleicht möchte ich ja überhaupt nie Kinder haben, oder ich kann einfach keine bekommen. Vielleicht versuche ich schon seit geraumer Zeit verzweifelt schwanger zu werden. Oder vielleicht steht dieser Teil der Familienplanung für uns bisher einfach noch nicht auf dem Programm, weil wir uns vorher finanziell absichern wollen oder erst noch andere Pläne verwirklichen wollen.
Es hat seine guten Gründe, dass ich das Thema ‚Nachwuchs‘ nicht aufs Tapet bringe: Ich möchte einfach nicht darüber reden. Oder auch: Es interessiert mich grade überhaupt nicht.
Diese ständige Nachbohrerei ist genauso unangebracht bis lästig wie Mütter, die, ist der Nachwuchs dann mal unterwegs, kein anderes Thema mehr kennen.
(Ich werde mich also spätestens dann mit unaufhörlichem Baby-Geplapper für die ganze Fragerei genüsslich rächen…)

Also liebe Neugiersnasen, lasst die B-Frage in Zukunft im Schrank. Ihr werdet schon erfahren, wenn es soweit ist. Und bis dahin habe ich noch genug andere Themen über dir wir gerne reden können.

Lieblinge: Die Zukunft trägt pinke Schuhe.

Pinke Boots von Dr. Martens

❤ Sind meine neuen, knalle pinken Lack Dr. Martens nicht der Hammer?! Mein Mann findet sie angemessen scheusslich. An ihm sähen die tollen Teile aber auch irgendwie seltsam aus. Ich hingegen bin absolut hingerissen und habe dem tristen Januar-Wetter nun etwas mehr entgegen zu setzen.

❤ Internet-Bekanntschaften im echten Leben treffen kann, je nach Bekanntschaft, eine ziemlich schöne Erfahrung sein. Überhaupt: Mehr ‚echte‘ Kaffee-Dates und Essen gehen und weniger facebook und Gedöhnse ist top!

❤ Es ist eine kleine Herausvorderung, es ist lehrreich, es ist ein wenig anstrengend, es macht jetzt schon richtig Spaß: Ich arbeite nebenbei an einem neuen Blog! Was da in Planung ist, erfahrt ihr, sobald es fertig ist. Aber keine Sorge, HUCKLEBERRY bleibt in jedem Fall bestehen.

❤ Wo wir beim Thema Blog sind: Ich fahre zu The Hive! Nachdem ich beschlossen habe, dass ich mich 2013 sowohl persönlich als auch (und ganz besonders) als Bloggerin weiter entwickeln will, habe ich dem ‚Oh Gott, fremde Menschen und ich ganz alleine und ich kenn garkeinen und auch noch Berlin‘– Gefühl direkt was auf die Mappe gegeben und spontan ein Ticket gebucht. Jetzt bin ich ein klein bisschen ängstlich und schon sehr aufgeregt. Berlin, ich komme! (Auch wenn ich schon ein großes Mädchen bin und mich alleine hin traue: Fährt von Euch einer hin? Sagt mir Bescheid!)

❤ Tolle Spielerei: Recite!

Habe alle noch einen schönen Rest-Sonntag! ❤