Renovieren. Oder: Die Liebe überwindet alles.

Während ich auf dem Sofa kauere und diese Zeilen tippen sollte ich eigentlich die Massen an Kram aus unserem Wohnzimmer räumen, die sich in den Regalen und Ecken stapeln.
Denn:
Wir renovieren.

Lack zum renovieren.

„Wieso sollte man soetwas denn tun?!“ wird jetzt der ein oder andere Klugscheisser fragen.
Ich fürchte, da spricht der aktuelle Zustand unserer Wohnung für sich selbst. Die Jahre mit verfluchtem Indianerfriedhof unter einem Dach haben ihre Spuren hinterlassen. Löcher in den Wänden, Wasserflecken, Stromkabelgedöns auf der Wand, kaputte Tapete, vergilbter Anstrich, olle Möbel…
Also renovieren. Ich meine, man gönnt sich ja sonst nix!
Wir haben uns also für viel Geld im Baumarkt unseres Vertrauens umme Ecke, weil wir ham ja kein Auto, mit Farbe und Pinseln und Folie und Abstreichgitter und Rolle und Teleskopstange und Lack und Kreppklebebenad eingedeckt. Und schon beim nach hause schleppen keinen Bock mehr gehabt.
Zuverlässiger als jeder Urlaub ist so eine Renovierung ein perfider Test für Paare und solche, die es werden wollen. Zwischen Pannen und Potenzgerangel fällt da selbst bei gefestigten Ehen schnell schonmal was in Richtung „Scheidung“.
Grundsätzlich wollen wir beim Streichen an der jeweils anderen Zimmerseite anfange. Ich räume unser Hab und Gut grundsätzlich dahin, wo es Ihm im Weg steht. Er macht sowieso alles verkehrt. Beim Lackieren ist er viel zu ungeduldig. Ich arbeite an zehn Fronten gleichzeitig und mache nichts so richtig richtig. Ich bin langsam, er wird grantig, ich bin beleidigt. Die Wand wird streifig und wir sind mehr damit beschäftigt einander die Schuld daran zu geben, als das Malheur zu beseitigen.
Doch irgendwann ist jede Wand gestrichen und jedes Regal lackiert. Mit den Farbresten aus den Pinseln wird auch die schlechte Laune den Abfluss runter gespült, spätestens nachdem die Möbel wieder an ihre Plätze gerückt wurden haben sich alle wieder lieb.
Arm in Arm betrachtet man schließlich das vollendete Werk, der Mühen Lohn. Und alles ist gut.

Um möglichst schnell zu dem „und alles ist gut“ Teil zu kommen sollte ich jetzt mal anfangen, das Wohnzimmer auszuräumen. Hätten wir nur nicht so furchtbar viele Bücher… Aber das ist eine andere Geschichte.
Ellen

Breaking News!

Trommelwirbel… bereit?
HUCKLEBERRY ist jetzt auf facebook!
Und weil ich mich grade schon so freue kommt hier ein schönes Bild mit Flieder und Sonne drauf:

Fliederstrauch und Sonne

Das hat mit der neuen faceook-Seite garnichts zu tun, sieht aber gut aus. Und wenn ihr das Bild lange genug angeguckt habt könnt ihr alle zu facebook rüber stürzen, tüchtig die „Gefällt Mir“-Knöpfe drücken und HUCKLEBERRY großzügig mit euren Freunden und Verwandten teilen, ja?
DANKESCHÖN :)

When your Heart beats next to mine.

Gestern hatte ich keinen besonders guten Tag und war schon mächtig stolz, nachdem ich mich am späten Nachmittag erst unter die Dusche geschleift und dann tatsächlich angezogen habe. Manchmal hat man einfach solche Tage, oder? ODER?!
Zu meinem großen Glück habe ich einen richtig tollen Mann, der dafür sorgt, dass auch die schlimmsten Tage einen schönen Abend haben.
Gewaschen und angemessen bekleidet hat ebenjener Mann mich gestern Abend mit vor die Tür genommen, Marschrichtung Jahrhunderthalle Bochum/ Westpark.

Installation Pulse Park von Rafael Lozano-Hemmer im Westpark an der Jahrhunderthalle in Bochum.

Da gibt es im Rahmen der Ruhrtriennale noch bis zum 16. September die interaktive Licht-Installation Pulse Park des mexikanisch-kanadischen Künstlers Rafael Lozano-Hemmer zu sehen. Laut Beschreibung werden die Lichter vom Herzschlag der Passanten gesteuert und tatsächlich pulsiert das ganze richtig schön. Nach längerer Betrachtung kommt uns allerdings der leise Verdacht, dass das ganze vorprogammiert und weniger interaktiv ist. Irgendwie wiederholt sich das Geblinke nach einiger Zeit einfach. Oder wir liegen im Grunde Herzschlagmäßig alle auf einer Wellenlänge.

Installation Pulse Park von Rafael Lozano-Hemmer im Westpark an der Jahrhunderthalle in Bochum.

So oder so ist diese Installation sehr, sehr schön anzuschauen. Wer Pulse Park mit eigenen Augen sehen will, der kann das jeden Abend ab 21 Uhr tun. Und danach bitte ich um Meinungen zur Interaktivität.
Neben tiefsinniger Licht-Kunst hat der Bochumer Westpark eine riesen Portion Industrie-Romantik zu bieten, auch und besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
Guckt ihr hier:

Architektur vor dunklen Wolken

Baum im Licht

Industrie Architektur an der Jahrhunderthalle in Bochum

Industrie Architektur an der Jahrhunderthalle in Bochum

Beinahe Vollmund über der Jahrhunderthalle in Bochum

Jahrhunderthalle Bochum

Kann was, oder?
Ich suche jetzt noch ein paar weitere aktuelle Ruhrpott Highlights raus. Nächste Woche bekomme ich hohen Besuch (Mutti <3), der watt sehen will für sein Geld. Habt ihr tolle Ideen? Immer raus damit! Glück auf, Ellen

Singin‘ Sweet Home Alabama all Summer long.

Vögel über dem Halterner Stausee.

Am Baum vor meinem Fenster reifen schon die ersten Kastanien. Zeit also für einen kurzen Rückblick auf den Sommer, bevor die Blätter zu fallen beginnen. Obwohl: Wenn wir aus dem Wetter der letzten Monate irgendwelche Rückschlüsse auf den Rest des Jahres schließen können, dann erwarten uns wohl heiße Weihnachten…
Zurück zu dem, was sich Sommer schimpft:

Ellen und Sandy im See.

Trotz widrigster Umstände habe ich beinahe alle meine liebsten Sommer-Unternehmungen unternehmen können:

Picknicken im Park + Grillen + noch mehr Grillen + Grillen an der Ruhr + Spazieren gehen + mit nassen Haaren rausgehen + im See schwimmen gehen + Tretbootfahren + im Biergarten sitzen + Abkühlung im Museum gesucht + tolle Menschen kennen gelernt + in der Sonne gesessen und gelesen + Eis gegessen + mir einen Sonnenbrand geholt

Das einzige Manko: Es war von allem zu wenig. ZU WENIG SOMMER!!!

Garten mit Gartenhaus.

Und nun reifen die Kastanien, in den Läden hängen schon die Herbstkollektionen, die Supermärkte bieten den ersten Spekulatius an und will man Abends noch raus braucht man schon wieder einen Pullover, weil es sonst zu frisch wird. Es ist Ende August und mit dem September kommt auch der Spätsommer.
Zum Glück ist meine Liebste Jahreszeit immer die, die als nächstes kommt. Darum freue ich mich bereits auf den Herbst und alles, was er so mitbringt:

bunte Blätter + Spaziergänge + Kuscheljacken + Kuschelsocken + Stiefel + Tweed + Suppe + Kürbissuppe + Kartoffelsuppe + heißer Tee + Kuscheldecken + Zeit für gute Bücher + Stockbrot + Halloween + eine neue Football-Saison (Geaux Saints!) + noch mehr Suppe

Ich hab bestimmt noch eine ganze Menge vergessen. Auf was freut ihr euch, wenn demnächst der Sommer rum ist und der Herbst anbricht? Sonnige Rest-Sommer-Grüße, Ellen

Indianerfriedhof.

Wir, also mein Mann und ich, sind stolze Besitzer eines transportablen Indianerfriedhofes.
Wie sonst kann es sein, dass wir bisher ausschließlich in verfluchten Wohnungen gelebt haben?
Ganz klarer Fall von Indianerfriedhof. Die rastlosen Geister amerikanischer Ureinwohner ziehen mit uns von einem Ort zum anderen und verwandeln jede Traumwohnung aus bösartigen Rachegelüsten jedes Mal über kurz oder lang in eine Bruchbude.
Da wären bisher: Junkies und Schäferhund-große Ratten im Hinterhof, unerklärliche Brandlöcher im neuen Teppichboden, blanke Stromkabel-Enden hinterm Badezimmerspiegel und daraus resultieren ein wunderhübscher Funkenregen bei Kondenswasserbildung, ein sehr löchriges Dach (Und wir in der Dachgeschosswohnung. Natürlich.) mit anschließendem Monster-Schimmel-Befall, daran anschließend ein Gerichtsverfahren, ein Friteusenbrand (Kurz nach unserem Auszug, aber ich erkenne ein Muster!), verrottete Stromleitungen mit drohendem Kabelbrand, eine undichtes Klo-Rohr und letzte Woche schließlich, DAS:

Ein Wasserfleck auf der Badezimmerwand neben der Hauptwasserleitung.

Ein Wasserfleck. In unserem Badezimmer. Neben der Hauptwasserleitung.
Wir, mit unseren Handwerken mittlerweile schon per Du, natürlich sofort fachmännische Hilfe beordert. Bei der Handwerksfirma scheinen wir nach all den Wohnungstraumata nun unter „DIE schon wieder“ zu laufen und mussten trotz drohender Überflutung bis heute auf dein Einsatz von Super Mario warten. Unser Mario ist Deutsch-Türke und kein Italo-Amerikaner, hat keinen Schnurrbart und er heißt auch garnicht Mario. Aber sonst ist die Ähnlichkeit frappierend, ehrlich! Naja, Klempner ist er immerhin…
Und ebenjener hat nicht lange gefackelt und ZackBumm die Wand zerkloppt. Die Wand sieht jetzt ungefähr so aus:

Loch in Badezimmerwand.

Ein tolles, tolles Loch. Und in dem Loch ein Rohr. Und in dem Rohr? Genau! Ein Loch.
Ein Loch von einem Dübel, um genau zu sein. Inklusive Dübel. Und das Rohr? Nicht die Hauptwasserleitung der Wohnung, wie wir befürchteten, sondern die Abwasserleitung von der Wohnung über uns. Lecker. Das war also Abwasser an unserer Wand. Und nicht unser eigenes. Igitt.
Jetzt grade flext unser Mario-Verschnitt das Rohr aus der Wand um dann unlöchrigen Ersatz einzubauen. Und für nächste Woche hat er mir einen Kollegen versprochen, der kommt und das Loch in der Wand weg zaubert. NÄCHSTE WOCHE SCHON! Ich kann vor Freude kaum an mich halten.
Bis dahin werde ich mich jetzt noch ein bisschen über tote Indianer schlau machen. Wer von euch eine effektive Methode zur nachhaltigen Besänftigung indianischer Geister weiß, der möge mich bitte darüber in Kenntnis setzen. Und für alle Fälle suche ich mir bald einen Heimwerkerkurs. Mit einem Indianerfriedhof im Schlepptau sollte man auf alle Katastrophen vorbereitet sein.
Indianischer Tool-Time-Gruß an alle Klempner! Ellen.
(Bin ich eigentlich die einzige, die das Wort „Klempner“ lustig findet?)

I’ll be your liquor.

Trommelwirbel, bitte…

Pinker Luftballon vor blauem Himmel.
(Das Photo hat garnix mit diesem Post zu tun. Ist aber trotzdem schön.)

Tatatataaaaaa!!!
HUCKLEBERRY hat ein neues Gesicht. Zu verdanken habe ich das vor allem meinem persönlichen SEO-Rockstar. Der kann nicht nur Suchmaschinenoptimierung, wie er mit seiner SEO-Agentur SEOheads gerne unter Beweis stellt, sondern ist auch ein fähiger WordPress-Template-Bastler.
Darum ist mein neues Design nicht nur schick (ich will keine Klagen hören!), sondern sogar responisve. Soll heißen, die sieht von MacBook über Netbook bis zum Smartphone immer gut aus. Jawoll.
Es sollte simpel, aufgeräumt und schlicht werden. Ich finde, das hat ganz gut hingehauen. Nix Buntes, nur Weiß, Schwarz und ein Spritzer Blau.
Jetzt steht der Inhalt mehr im Mittelpunkt, ohne wildes Geglitzer drumherum. Und während ich beim alten Template auf einer dritten Spalte bestanden habe bin ich jetzt vom neuen, zwei-spaltigen Design richtig angetan. Mehr Platz für Verzäll und Bilder.
Inhaltlich habe ich außer den Kategorien nichts geändert, auch wenn man an meinen Posts sieht, wie ich mich selbst am Bloggen versuche und immer mal wieder was neues austeste. So sieht man immerhin, wie alles mal gewachsen ist. So ein Blog ist ja irgendwie auch was organisches, nüchwahr?
Nach diesem kleinen Neustart geht es nun mit neuem Schwung in die nächste Runde.

Ich freu mich drauf! Ellen.
p.s.: Der- oder diejenige unter euch, der mir sagen kann, woher das hartgekochte Ei in meiner Blog-Überschrift stammt, der gewinnt zwar kein Auto dafür aber meine grenzenlose Sympathie.

Zwischen Vor und Nichts und Hinterher.

So. Soooooooo. Die Kategorien wurden gestutzt, das Link-Beet wird jetzt geharkt und das neue Template, eine hauseigene Züchtung, wartet auf die Freischaltung.
Und weil im Hause Huckleberry grade schon mal so fleißig renoviert wird steht fürs kommende Wochenende ein straffes Wohnungs-Spachtel-und-Streich-Programm auf dem Plan. Aber zuerst wird morgen unsere Badezimmerwand auseinander genommen. Nasse Flecken auf der Tapete bedeuten selten etwas Gutes.
Habt ihr auch was Großes vor für’s Wochenende? Macht mich neidisch!
XXX Ellie.

Willie Nelson only smokes killer Weed.

Füße in grünen Gartenschuhen

Ich wünschte, es gäbe gute Gründe für die Grabesstille, die einem hier in letzter Zeit entgegen schlägt. Aber weder das pralle Leben noch der zickige Sommer halten mich momentan vom Bloggen ab.
Ich nehme grade etwas Abstand von A Huckleberry Bunch.
Ende letzten Jahres habe ich einfach aus dem Bauch heraus angefangen und bisher ist mein kleiner Blog wild und planlos vor sich hin gewachsen. Ich habe mich hier ausprobiert, mich an den verschiedensten Dingen versucht und immer auch ein wenig nach meiner ‚Stimme‘ gesucht.
Nun sehe ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr, weiß nicht, wo lang es jetzt weiter geht.
Ich trete also einen Schritt zurück, oder auch zwei, sehe mir den ganzen Wildwuchs an und komme zu dem Schluss, dass die Heckenschere ran muss. Der Rasenmäher. Die große Sense.
Ich muss das ganze virtuelle Unkraut jäten, die Sträucher beschneiden, mich von den Pflanzen trennen, die keine Wurzeln schlagen, und die verwelkten Blumen ausrupfen. So lange, bis hier wieder Platz ist, dass was wachsen kann.

Ellen im Garten

Den Aufmerksamen unter euch wird aufgefallen sein, dass ich das Bloggen auf Englisch schon wieder aufgegeben habe. Furchtbar gerne würde ich mit meinem kleinen Blog Menschen jenseits aller geografischen und sprachlichen Grenzen erreichen, jedoch fühlt sich das Schreiben in einer Fremdsprache krampfig und unnatürlich an.
Auf dem Weg zu einem harmonischen Huckleberry-Garten ist das also der erste Strauch, der auf den Kompost wandert.

Ellen.

Jeremiah was a Bullfrog.

Chucks, Stripes and Maxi Skirt are my Summer Uniform

I discovered maxi skirts. Yup, I’m late. Better late than never I thought and jumped on the maxi skirt train.
The heck with it, they are COMFY! And light. And flattering.
My summer uniform consists of a maxi skirt, black chucks and a striped shirt. I’m a sucker for everything stripy. Honestly, I can’t resist any black and white pattern. Stripes, dots, triangles
What is your summer uniform?
xxx Ellen